Politisch funktioniert die „Burka“ wie Brennstoff für viele gesellschaftliche Debatten. Zugleich stellt sich aber auch die grundsätzlichere Frage nach der Erlaubnis und nach den Räumen von Anonymität. Arnd Bünker greift die Burka-Debatte auf und reflektiert über Grundlagen und Erlaubnis zur Anonymität innerhalb unserer digitalen Kontroll- und Überwachungsgesellschaft.

Den Hype um Erik Flügges Buch „Jargon der Betroffenheit“ nimmt Arnd Bünker zum Anlass für einen zweiten Blick auf das Buch. Zwar treffen die Phänomenbeschreibungen Flügges zu, die Analyse müsste aber tiefer greifen. Die Kirche „verreckt“ nicht an ihrer Sprache, sie hat ein Relevanzproblem. Die Relevanzkrise lässt sich mit Sprachoptimierung bestenfalls kaschieren aber nicht beheben. Predigerinnen und Prediger müssen je eigene Wege zur Relevanz finden.