Es ist heute kaum möglich, einen Sachverhalt einfach so als „Wahrheit“ auszugeben. Was ist Wahrheit, wenn in der Postmoderne doch auch Gegensätzliches gleichzeitig gelten kann und die Gültigkeit des Nichtwiderspruchsatzes zunehmend angefragt wird?
Die Thematisierung von Wahrheiten, die für die theologischen Traditionen noch dominierende Bedeutung haben, erzeugen wenig Plausibilität und haben meist kurze Halbwertzeiten. Die „Woche der Wahrheit“ hat sich diesem Dilemma gestellt und in ganz unterschiedlichen Anläufen versucht, mit Zeitgenoss*innen über Wahrheitsfragen ins Gespräch zu kommen. Antonia Przybilski berichtet aus Braunschweig.

Was bringt es, wenn eine ganze Universität sich mit einem einzigen Buch auseinandersetzt? August H. Leugers-Scherzberg und Katharina Peetz stellen vor, warum und wie die Universität des Saarlandes im Jahr 2018 „Selbstbesinnung und Selbstkritik“ von Herbert Wehner liest. Dabei diskutiert die Professorin mit dem Techniker, brechen Menschen aus einem Escape Room aus oder führen am Tag der offenen Tür Zwiegespräche in der Fahrradrikscha.

„Eine Politik der Gemeinsamkeiten“, wie sie Doris Strahm fordert, würde eine Solidarität und Offenheit unter den Feminist*innen erfordern. Dass der Weg dahin noch lang ist und welchen Herausforderungen sich eine feministische katholische Theologin im „real life“ stellen muss, beschreibt Berenike Jochim-Buhl.