Der „Tag des Judentums“ heute ist für die christlichen Kirchen eine Chance, aufmerksam zu werden für das Jüdische im eigenen Bekenntnis. Diese Suche ist fordernd. Wer sich aber darauf einlässt, entdeckt neue Perspektiven: Der Glauben gewinnt an Wahrhaftigkeit und Tiefe. Von Markus Himmelbauer.

In Rotterdam wurde vor dreissig Jahren das „Exposure Training“ entwickelt. Diese Methode ermöglicht die theologische Wahrnehmung eines Sozialraums und die Gestaltung der Quartierpastoral. Sie vermittelt gleichzeitig eine Grundhaltung der Leere und Empfänglichkeit, die für aktuelle Lern- und Innovationsprozesse der Kirchen relevant ist. Von Thomas Schaufelberger.

Vor 25 Jahren wurde der „Katechismus der katholischen Kirche“ veröffentlicht. Ulrich Ruh hat sich sehr früh ausführlich damit beschäftigt und zieht eine kritische Bilanz eines „merkwürdigen Buches“ als Stabilisierungsprojekt, das nicht wirklich geglückt ist und dessen dritter Teil mit der Morallehre an der Lebenswirklichkeit vieler vorbei geht.

Mit dem Advent startet am kommenden Sonntag ein neues kirchliches Lesejahr, das für die Liturgie diesmal höchst spannende Abschnitte aus dem Markus-Evangelium bereithält. Christian Bauer berichtet aus der aktuellen exegetischen Forschung. Dabei geht es um zerstrittene Gemeinden, römische Kaiser und einen verschwundenen Jesus.