„Heilige Nacht“ heißt eine Ausstellung, die das Frankfurter Skulpturenmuseum Liebieghaus derzeit präsentiert. Sie versammelt die Bildwelt der Advents- und Weihnachtszeit, wie sie im Mittelalter und in der frühen Neuzeit ausgeformt wurde. Darin treffen sich die Erzählungen der Evangelien, nichtbiblische Traditionen, Frauenmystik, fromme Inbrunst, Verehrung, die Theologie der Inkarnation, religiöser Kitsch und vor allem die Feier einer Überwindung: das Leben über den Tod, das Licht über die Dunkelheit. Eine „Madonna in der Hoffnung“ hat es Viera Pirker besonders angetan.

Cremig gerührter Joghurt oder eine Matratze, die uns schmerzfreien Schlaf gewährt? Ein Urlaub, in dem alles so funktioniert, wie wir uns das gewünscht haben (sogar das Wetter)  oder ein Fernseh-Bildschirm mit außergewöhnlicher Farbfülle? Was ist himmlisch oder was sorgt dafür, dass wir uns „himmlisch“ fühlen? Geht es um Wohlbefinden in einem solchen Maß, dass es nicht mehr von dieser Welt ist? Gedacht von Stefan Hoffmann.

Im Dezember wird erstmalig ein Musiker mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Bob Dylan wird für die Schöpfung eines neuen poetischen Ausdrucks in der amerikanischen Gesangstradition geehrt. Der Theologe und Dylan-Kenner Knut Wenzel stellt das Poetische des Folksängers heraus und geht auf die Religiosität seines Werkes ein. Die Musiklegende sei ein ortloser Pilger, der sich am Absoluten abarbeitet.