Queeres Leben, Leben jenseits heterosexueller „Normalität“, ist massiven Anfragen und Anfechtungen ausgesetzt – auch seitens Teilen der Religionen. Die Ausstellung Homosexualität_en, die 2015 in Berlin und 2016 in Münster gezeigt wurde, stellt sich der Sichtmarbachung, Aufarbeitung und Würdigung von LGBTQI Menschen. Ulrike E. Auga war als Gutachterin und Mitwirkende an der Ausstellung beteiligt und stellt ihre Gedanken zu Religion und Geschlecht vor.

Was ist gute Theologie? Und was hat sie mit mystischer Erfahrung zu tun? Christian Bauer stellt diese Fragen anlässlich des heutigen sechzigsten Geburtstags des Innsbrucker Fundamentaltheologen Roman Siebenrock. Mögliche Antworten finden sich im Sehnsuchtsraum ignatianischer Spiritualität – und überraschenderweise auch beim Quantenphysiker Werner Heisenberg.

Nicht nur das „Ich“, sondern auch das „Wir“ entwickelt die eigene Identität im Gespräch mit Anderen und durch erzählte Geschichte. Welche Rolle spielt dabei die Religion? Wie war dies im Mittelalter? Und was kann eine heterogene und mulitkulturelle Gesellschaft heute daraus lernen? Religiöse Pluralität und die Aufgabe der Kirchengeschichte erläutert Angela Berlis.

„Die Fremdheit in uns öffnet Wege zur Fremdheit der Anderen“, so Michael Nausner in seinem Beitrag. Diese Erkenntnis ermöglicht einen anderen Blick auf die Begegnung mit Migrantinnen und Migranten, nicht zuletzt auch auf dem Hintergrund der jüdisch-christlichen Tradition der Zusammengehörigkeit von Einheimischen und Fremden.

Schon Paulus ermutigte diejenigen, die interreligiösen Partnerschaften mit Ängsten und Sorgen begegneten, zu Vertrauen und zur gegenseitiger Liebe und Toleranz. Bis heute verunsichern Beziehungen zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser Identitäten unsere Gesellschaft – und unsere Seelsorgenden. Aliyah El Mansy zeigt Risiken und Chancen interkultureller Partnerschaften auf.