Beim Klimawandel stößt die menschliche Gestaltungskraft an ihre Grenzen. Technische Instrumente und politische Maßnahmen können den sozialen Wandel nicht so vollumfänglich gestalten, dass der Klimawandel aufzuhalten wäre, meint die Umweltsoziologin Birgit Peuker. Dennoch ist der Glaube weit verbreitet, der Mensch könne alles tun, er müsse es nur wollen.

Am 16.09. wurden von Christians For Future zwölf Forderungen für mehr Einsatz für Klimagerechtigkeit an Leitungen von Landeskirchen und (Erz-)Diözesen übergeben. Georg Sauerwein und Edith Wittenbrink reflektieren als beteiligte katholische Theolog*innen Aspekte einer theologischen Vision zur Bearbeitung der Klimakrise.

Wie die Zukunft angesichts von vielfältigen Herausforderungen in den nächsten Jahrzehnten verantwortlich gestaltet waren kann, hat in den letzten Tagen deutschlandweit viele Menschen beschäftigt. Clara-Luisa Weichelt vom Hilfswerk Misereor berichtet vom gemeinsamen Ringen um eine gemeinwohlorientierte Gestaltung der Gesellschaft.

Nach der Entstehung kognitiver Dissonanzen in der Covid-19-Pandemie fragt die Philosophin Ana Honnacker vom Forschungsinstitut für Philosophie Hannover. Die verweigerte Einsicht als Abwehrreaktion ist ein Massenphänomen, weil die Realität immer wieder unfassbar ist und aufgrund ihrer Komplexität überfordert. Es braucht Raum für den Glauben an die furchterregende Wirklichkeit.