Im Dezember wird erstmalig ein Musiker mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Bob Dylan wird für die Schöpfung eines neuen poetischen Ausdrucks in der amerikanischen Gesangstradition geehrt. Der Theologe und Dylan-Kenner Knut Wenzel stellt das Poetische des Folksängers heraus und geht auf die Religiosität seines Werkes ein. Die Musiklegende sei ein ortloser Pilger, der sich am Absoluten abarbeitet.

Wir kennen Vampire als untote Fantasiewesen aus Literatur und Fernsehen. In einer Woche ist Halloween. Das nimmt Matthias Steiner zum Anlass, auf ganz reale Vampyre zu blicken. Weil sie zu wenig Lebensenergie besitzen, sind Vampyre davon überzeugt, auf Fremdenergie angewiesen zu sein. Für Christinnen und Christen gibt es nichts zu befürchten  aber Spannendes zu entdecken!

Begegnet Kirche der Modernisierung längst nicht mehr nur passiv? Hubertus Schönemann hinterfragt eine von Arnd Bünker aufgestellte These und führt dessen Gedanken fort. Notwendig ist ein entschiedener Entschluss zu einer inklusiven Kirchenlogik: Nicht soll es um ein Werben und Vereinnahmen gehen, sondern darum, die Begegnung mit anderen als Geschenk wahrzunehmen.

Politisch funktioniert die „Burka“ wie Brennstoff für viele gesellschaftliche Debatten. Zugleich stellt sich aber auch die grundsätzlichere Frage nach der Erlaubnis und nach den Räumen von Anonymität. Arnd Bünker greift die Burka-Debatte auf und reflektiert über Grundlagen und Erlaubnis zur Anonymität innerhalb unserer digitalen Kontroll- und Überwachungsgesellschaft.

Wer Erik Flügges Bestseller „Der Jargon der Betroffenheit“ einer genaueren Lektüre unterzieht, mag ähnlich wie Arnd Bünker feststellen, dass zwar die Phänomenbeschreibungen des Autors zutreffen, die Analyse des fundamentalen Sprachproblems der Kirche aber vordergründig bleibt. Aus der Perspektive journalistischer Ausbildungsarbeit mit Theologinnen und Theologen fügt Ludger Verst zum Relevanzproblem kirchlicher Verkündigung eigene Beobachtungen hinzu.