Das Parkhaus fungiert in den Städten des 20. Jahrhunderts zunächst als Kathedrale der Mobilitätsgesellschaft, entwickelt sich zum geschmähten Nicht-Ort und erlebt im 21. Jahrhundert eine weitere Wandlung. Im Rahmen seiner phänomenologischen Raumforschung richtet Jürgen Hasse den Blick auf die Metamorphosen des Parkhauses, eines Architekturtyps, der in seiner kulturhistorischen Bedeutung allzu oft übersehen wird. Bei näherer Betrachtung erweist sich die Hoch- und Tiefgarage aber über ihre Banalität hinaus als mythischer Ort und Psycho-Sensor des Zeitgeistes.