Der Quellcode religiöser Traditionen ist unhintergehbar freigegeben. Gebet ist nicht nur auf kirchliche Handlungsräume beschränkt. Vor 4 Jahren hat Navid Kermani in einer Rede in der Frankfurter Paulskirche zum Gebet aufgerufen. Michael Schüßler analysiert, dass das, was dann kam, ebenso umstritten wie symbolträchtig war. Ein Aufruf zum Gebet, der Fragen hinterlässt. Wiedergelesen

Einen denk- und fragwürdigen Jahrestag, den Beginn der „Flüchtlingskrise“ im September 2015, ließ Hanspeter Schmitt über die wiederholten Forderungen nach einer Wertedebatte in den deutschsprachigen Ländern nachdenken. Eine solche Wertedebatte müsste den komplexen ethischen wie interkulturellen Herausforderungen entsprechen. Wiedergelesen von 2016.

Papst Franziskus beklagt, nicht nur bei seinem Besuch auf Lampedusa, eine „Globalisierung der Gleichgültigkeit“, wir haben uns an das Leiden der Anderen gewöhnt, es ist nicht unsere Sache. Ein/e Christ/in darf sich aber nicht aus der Verantwortung stehlen, glaubt Martin Wrasmann und plädiert für einen Haltungswechsel.

Matthias Möhring-Hesse setzt sich mit dem „Kirchenpapier“ „Unheilige Allianz“ der AfD auseinander. Er zeigt auf, wie hier rechtspopulistisch agiert wird: durch Polarisierung, fundamentalistische Bibelauslegung und Monopolisierung der Wahrheit. Eine Herausforderung für die Kirchen.

Der Evangelische Kirchentag gehört seit 1949 zu den großen protestantischen Institutionen, die Plattformen für gesellschaftliche und kirchliche Diskussionen bietet und teilweise über 100.000 Teilnehmer*innen für Gottesdienste, Diskussionen, Vorträge und Bibelarbeiten zusammenbringt. Neben den wechselnden Kirchentagspräsident*innen steht mit Prof.in Dr. Julia Helmke eine Theologin an der Spitze der Zentrale des Kirchentages in Fulda.
Ein Interview von Wolfgang Beck