Angesichts des Coronavirus‘ verändert sich vieles. Das Ungewisse, Unvorhersehbare macht Angst. Die Ereignisse überfordern, lassen rat- und hilflos zurück. Leid-Erfahrungen wie diese erzeugen vor allem eines: die Sehnsucht nach einer besseren, durchschaubaren, geordneten Welt. Die biblische Schöpfung ist so eine geordnete Welt, entworfen als Aufschrei gegen das Leid. Von Elisabeth Birnbaum.

Nicht kirchlich gebundene Zeitgenossen und -genossinnen erkennen oft besser, worin die Herausforderung der biblischen Erzählungen und die Besonderheit des Lebens Jesu von Nazarets besteht. Zum Beispiel der in der DDR sozialisierte Schriftsteller Durs Grünbein. Gleichermaßen anregend und herausfordernd findet Christoph Gellner, wie Grünbein die Bibel ins Heute schreibt.

Die ersten Kapitel der Bibel befassen sich mit den großen Fragen der Menschheit: Was ist die Welt? Welche Rolle spielt der Mensch darin? Und was hat Gott damit zu tun? Bedeutende Werke der Musikgeschichte griffen darauf zurück, um sich ebenfalls diesen Fragen zu stellen. Elisabeth Birnbaum zeigt, dass sie zu durchaus konträren Antworten kommen …