Es ist heute kaum möglich, einen Sachverhalt einfach so als „Wahrheit“ auszugeben. Was ist Wahrheit, wenn in der Postmoderne doch auch Gegensätzliches gleichzeitig gelten kann und die Gültigkeit des Nichtwiderspruchsatzes zunehmend angefragt wird?
Die Thematisierung von Wahrheiten, die für die theologischen Traditionen noch dominierende Bedeutung haben, erzeugen wenig Plausibilität und haben meist kurze Halbwertzeiten. Die „Woche der Wahrheit“ hat sich diesem Dilemma gestellt und in ganz unterschiedlichen Anläufen versucht, mit Zeitgenoss*innen über Wahrheitsfragen ins Gespräch zu kommen. Antonia Przybilski berichtet aus Braunschweig.