In seinem Theaterstück „Familie“ bringt der Genter Regisseur Milo Rau den Suizid einer Familie auf die Bühne. Es ist das gewählte Lebensende der Familie Demeester, eines Ehepaars und seiner jungen, erwachsenen Töchter. Es ist vor allem das fehlende, nicht erkennbare Motiv der Tat, das 2007 für Aufsehen sorgte. Wolfgang Beck wirft den Blick auf Hintergründe des Theaterstückes, das in Deutschland in die neue Diskussion um Sterbehilfe und Fragen des Selbstbestimmungsrechtes trifft.

Johannes Rauchenberger ist Kurator für zeitgenössische Kunst und Theologe und bietet eine „künstlerische Aschermittwoch-Rede aus Graz“. Er leitet seit vielen Jahren das KULTUM (Kulturzentrum bei den Minoriten Graz) und benennt künstlerische Akzentsetzungen und Interventionen zum Aschermittwoch. Ein Beispiel aus diesem Jahr ist die Installation „Foodporn“.

Terrence Malick bringt einen für Österreich und Deutschland wichtigen Film ins Kino, in dem die theologische und anthropologische Sensitivität des Regisseurs mit seiner schwebenden Bildsprache erneut kongenial ineinander fließen. Er erzählt mit „Ein verborgenes Leben“ (D/USA 2019) die Geschichte von Franz und Franziska ‚Fani‘ Jägerstätter, Bauern aus Oberösterreich, die in der NS-Zeit in einen tiefen Gewissenskonflikt von Glaube und Gehorsam gerissen werden. Viera Pirker war für feinschwarz.net im Kino.