Dass Kinder nicht nur „säkular“ sprechen, sondern in „anderen Maßstäben“ denken lernen, dafür plädiert Christine Funk und ruft zur Solidarität aller auf, die eine „Beziehung“ zum Paradies als einem Ort der Gemeinsamkeit in Frieden haben. Inspiriert hat sie dazu die Weiterbildung „Muslimische Potenziale in der Sozialen Arbeit“ an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen und eine Podiumsveranstaltung „Yalla Neutralität“ in der Walter-Gropius-Schule in Berlin, die von  Schüler*innen der Oberstufe und ihren (Religions-)Lehrer*innen  organisiert wurde.

Das Parkhaus fungiert in den Städten des 20. Jahrhunderts zunächst als Kathedrale der Mobilitätsgesellschaft, entwickelt sich zum geschmähten Nicht-Ort und erlebt im 21. Jahrhundert eine weitere Wandlung. Im Rahmen seiner phänomenologischen Raumforschung richtet Jürgen Hasse den Blick auf die Metamorphosen des Parkhauses, eines Architekturtyps, der in seiner kulturhistorischen Bedeutung allzu oft übersehen wird. Bei näherer Betrachtung erweist sich die Hoch- und Tiefgarage aber über ihre Banalität hinaus als mythischer Ort und Psycho-Sensor des Zeitgeistes.

Ferragosto, die Tage um den 15. August – für Italiener:innen sind sie die fünfte Jahreszeit. Wer kann, nimmt sich Urlaub, fährt ans Meer oder in die Berge. Man trifft sich dort mit den Großeltern, mit Onkels, Tanten und deren Kindern, unternimmt gemeinsam das eine und andere, redet viel und isst gut, man lebt eine dolce vita. Von Alexander Notdurfter, Brixen.

Sie wirken auf den ersten Blick vertraut: Die Ikonen des Franziskanerbruders Robert Lentz (geb. 1946) stehen augenscheinlich in einer langen Tradition. Die Zweidimensionalität, die Farben, die strenge Bildkomposition und viele der dargestellten Personen sind auch aus ostkirchlichen Werken bekannt. Doch auf den zweiten Blick sorgt etwas für Irritation. Von Daniela Feichtinger.