Eine große Opernvorstellung von Beethovens „Fidelio“ in der Hauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern und eine Predigt des Autors Gerhard Ulrich in beeindruckender Kulisse mussten abgesagt werden. Sie markieren eine Leerstelle in den gegenwärtigen politischen Diskursen. Für die gilt mit Paulus: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“ (Galater 5,1)

Stefan und Claudia Gärtner haben ein theologisches Buch über die Zeit geschrieben – und dies aus der Perspektive der Kunst. Viera Pirker hat sich in „Was die Stunde schlägt“ vertieft und blickt anhand von Kunstwerken auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Und sie kontrastiert dies mit den Zeiterfahrungen der Coronazeit.

Die anhaltenden Proteste in Belarus beschäftigen Jolande Berberich. Es ist ihre Generation, die in der Opposition auf die Straße geht und sich dort bewusst der Staatsgewalt aussetzt. Mit Judith Butler fragt sie nach der Möglichkeit von Identifizierung mit dem Schicksal anderer Menschen und den Rastern der Wahrnehmung, die sowohl Nähe als auch Ausschluss bewirken. 

Martin Binder lebt in Berlin und ist Künstler, sowie Experte für Kunst im öffentlichen Raum. Ein Public Design, das öffentliche Räume gemeinwohlorientiert gestaltet, ist für ihn Maßstab einer gelungenen Stadtarchitektur. Mit scharfem Blick analysiert er die diskriminierenden Strategien in der Stadtgestaltung – nicht nur in Zeiten der Pandemie. Für feinschwarz.net hat die Theologin Vanessa Lindl das Interview mit ihm geführt.

Blumenbilder wollte ich malen, gelandet bin ich im Paradies. Ein Textkobold hat mich gezwickt, darüber auch noch Worte zu verlieren. Der Versuch, über das Paradies etwas in Worte zu fassen, ist ein Unterfangen, an dem man eigentlich nur scheitern kann. Zudem kommt man dabei in Teufels Küche. Doch der Hafer hat mich gestochen, ein Rotkehlchen hat gerufen…“ Von Alois Neuhold.