Sabine Bieberstein lenkt den Blick über die »positiven« Frauenfiguren der Bibel auf die unangepassten Frauen, die Gemeinden leiteten und lehrten, aber eben nicht im Einklang mit den Verfassern der kanonisierten Texte. Sie machen schmerzlich auf den Traditionsverlust im Laufe der weiteren Geschichte aufmerksam. Inspirierend bis heute bleiben die Anstößigkeit und Widerständigkeit dieser Frauen. Sie waren weder angepasst noch nett, sondern unkonventionell, laut und nervig.

Die ersten Kapitel der Bibel befassen sich mit den großen Fragen der Menschheit: Was ist die Welt? Welche Rolle spielt der Mensch darin? Und was hat Gott damit zu tun? Bedeutende Werke der Musikgeschichte griffen darauf zurück, um sich ebenfalls diesen Fragen zu stellen. Elisabeth Birnbaum zeigt, dass sie zu durchaus konträren Antworten kommen …