Der Quellcode religiöser Traditionen ist unhintergehbar freigegeben. Gebet ist nicht nur auf kirchliche Handlungsräume beschränkt. Vor 4 Jahren hat Navid Kermani in einer Rede in der Frankfurter Paulskirche zum Gebet aufgerufen. Michael Schüßler analysiert, dass das, was dann kam, ebenso umstritten wie symbolträchtig war. Ein Aufruf zum Gebet, der Fragen hinterlässt. Wiedergelesen

Der isländische Jesuitenpater Jon Sveinsson, genannt Nonni, war ein beliebter Kinderbuchautor. Als protestantischer Junge fernab der Heimat „streng katholisch“ erzogen, litt er sein Leben lang unter der Angst, seine Mutter und andere Lieben könnten verdammt sein, da sie nicht konvertiert waren. Ottmar Fuchs erinnert an ihn anlässlich des Todestags am 16. Oktober.

Morgen Abend beginnt das jüdische Jom Kippur Fest. Zehn Tage zuvor feiern die Jüdinnen und Juden Rosh HaSchanah, den Geburtstag der Welt. Die zehn Tage zwischen Rosh HaSchanah und Jom Kippur sind das Herzstück der jüdischen Feiertage. Rabbinerin Esther Jonas-Märtin skizziert den Weg der inneren Einkehr und Erneuerung.

Gebeichtet wird öffentlich. So jedenfalls geschieht es in den Medien. Das medial inszenierte Beichten dient der Definition dessen, was in der Öffentlichkeit als moralisch akzeptabel angesehen wird. Es geht um Selbstoptimierung, um die bestmögliche Einpassung in die Regelwerte der öffentlich verhandelten Moral. Die sakramentale Beichte zielt dagegen auf Selbstfindung, meint Martin M. Lintner. Wiedergelesen.