Sexueller und geistlicher Missbrauch lassen die Abgründe menschlicher Existenz bewusst werden. Maria Elisabeth Aigner plädiert dafür, dass die katholische Kirche nicht nur mit ihrer sexualfeindlichen Geschichte aufräumt, sondern sich auch an ihre Bußpraxis erinnert. feinschwarz.net führt damit die Auseinandersetzung mit der Missbrauchsthematik im Vorfeld der vatikanischen Konferenz im Februar fort.

Im Kunsthistorischen Museum in Wien ging gerade eine große Bruegel-Ausstellung zu Ende. Höhepunkt der überaus erfolgreichen Ausstellung waren die beiden noch existierenden Gemälde des Meisters vom „Turmbau zu Babel“. Bruegels Darstellung zeigt, wie aktuell die Geschichte ist, damals wie heute. Eine persönliche Annäherung von Elisabeth Birnbaum.

Das Bedürfnis nach Sicherheit und Ordnung verleitet viele zur Unterstützung patriarchaler Politiker und zum Besuch patriarchaler Gotteshäuser. Auch viele Frauen. Katharina von Kellenbach erinnert an einen Gegenentwurf: Mary Dalys radikale, biblisch-fundierte feministische Theologie. Denn die Macht der Liebe ist weder patriarchal, pompös noch  prachtvoll.

1996 veröffentlichte Matthias Wörther Als ich noch älter war. Durch Dogmen das Leben entdecken“. Der Titel bezog sich auf eine Zeile aus Bob Dylans Song „My back pages“. Das Buch war der Versuch eines jungen Theologen, seine Erfahrungen mit sich selbst, mit der Kirche und mit seinem Glauben auf einen theologischen Begriff zu bringen. Heute, mehr als 20 Jahre später, blickt der Autor zurück: Was davon ist, viele Jahre später, noch tragfähig?