In der Israelerinnerung ist das Christentum gemeinsam mit dem Judentum als Pilgerin auf dem Weg, um das Angesicht Gottes zu suchen. Bernard Mallmann zeigt, wie zentral dieses Motiv bei Ignatius von Loyola am Beginn der Neuzeit war. Und die jüdische Vergewisserung ist zugleich die stete Mahnung und Warnung vor einem „spirituellen Gnostizismus“, der das Geistige von der konkreten Geschichte abhebt und abstrahiert.

Alten- und Pflegeheime sind in der Coronapandemie besonders gefährdet. Umso bedeutender ist alles, was Momente von Heilung bringt. Konrad Baumgartner zeigt anhand zentraler kirchlicher Texte die Handlungsspielräume auf, die auch offiziell bei Buße und Krankensalbung gegeben wären als gemeinschaftliche Feiern. Und er kritisiert die starre Haltung im Blick auf die Priester als alleinige Spender der Sakramente der Heilung.

Was ist gute Theologie? Und was hat sie mit mystischer Erfahrung zu tun? Christian Bauer stellte diese Fragen anlässlich des 60. Geburtstags des Innsbrucker Fundamentaltheologen Roman Siebenrock. Mögliche Antworten finden sich im Sehnsuchtsraum ignatianischer Spiritualität – und überraschenderweise auch beim Quantenphysiker Werner Heisenberg. Wiedergelesen zum 65. Geburtstag von Siebenrock.