Johannes Rauchenberger ist Kurator für zeitgenössische Kunst und Theologe und bietet eine „künstlerische Aschermittwoch-Rede aus Graz“. Er leitet seit vielen Jahren das KULTUM (Kulturzentrum bei den Minoriten Graz) und benennt künstlerische Akzentsetzungen und Interventionen zum Aschermittwoch. Ein Beispiel aus diesem Jahr ist die Installation „Foodporn“.

Humor ist nicht unbedingt das, was man als erstes mit der katholischen Kirche verbindet. Zugleich gehört aber Karneval bzw. Fasching gerade zu den katholischen Traditionen dazu. Einer, der Theologie und Kabarett verbindet, ist der österreichische Kabarettist und Religionslehrer Stefan Haider. Im Interview mit Johann Pock nimmt er Stellung zum persönlichen Glauben, was in der Sündenfallerzählung der wahre Knackpunkt ist und was er an seiner Kirche liebt.

Kalahrdaya – so heißt ein Bildungsprojekt bei Kalkutta, das der indische Jesuit P. Saju George aufgebaut hat: Eine spirituelle Tanzschule für Dalits und Kastenlose. Susanne Kleinoscheg arbeitet auf Zeit mit der österreichischen Jesuitenmission in diesem Projekt mit. Bildung, Tanz, Spiritualität und sozialer Einsatz prägen den Ort im Sumpfgebiet.

Moderne und effektive Formen der zentralisierten Leitung identifiziert Annette Jantzen in der Konzeption des römischen Papsttums. Es fand unter Papst Johannes Paul II., der 2020 vor hundert Jahren geboren wurde, seinen Höhepunkt. Im Mai wird der 100. Geburtstag dieses Wendepapstes begangen werden. Damit kann auch das Paradox zwischen Moderne und Antimoderne in seinem Ponfitikat neu in den Blick kommen.

An unterschiedlichen Orten stellt Sebastian Schmid, Theologe, Künstler, Playing Artist, schon seit mehreren Jahren ganz unterschiedlichen Menschen die Frage „Was ist gut?“. Er bittet sie, ihre Antworten auf seiner Schreibmaschine für ihn aufzuschreiben, veröffentlicht sie in einem eigenen Blog und wird darin von Birgit Mattausch hier begleitet.