Am heutigen Tag feiert die Kirche den 1600. Todestag des Hl. Hieronymus. Er gilt als lateinischer Kirchenvater, Patron der Übersetzer und Verfasser der wichtigsten lateinischen Bibelübersetzung. Die Nachwelt verewigte ihn jedoch in ganz anderen, weit wirkmächtigeren Bildern: Und diese „Bilder eines Kirchenvaters“ beförderte vor allem einer: Hieronymus selbst. Von Elisabeth Birnbaum 

Wenn die katholische Kirche in der Missbrauchs-Problematik und den strukturellen Problemen, in denen sexualisierte Gewalt und geistlicher Missbrauch begünstigt werden, Veränderungen anstoßen will, braucht sie das Bewusstsein einer lernenden Organisation. Entschiedene Maßnahmen sind dazu unerlässlich, wie der Beitrag von Inge Tempelmann zeigt.

Die anhaltenden Proteste in Belarus beschäftigen Jolande Berberich. Es ist ihre Generation, die in der Opposition auf die Straße geht und sich dort bewusst der Staatsgewalt aussetzt. Mit Judith Butler fragt sie nach der Möglichkeit von Identifizierung mit dem Schicksal anderer Menschen und den Rastern der Wahrnehmung, die sowohl Nähe als auch Ausschluss bewirken. 

Dass der Begriff der ‚Klasse‘ nicht nur ein Relikt des real existierenden Sozialismus und seiner Theoriebildung darstellt, sondern ein höchst aktuelles Konzept zur Analyse gesellschaftlicher Ungerechtigkeit, zeigt Judith König mithilfe des gerade in deutscher Sprache veröffentlichten Buches „Where We Stand. Class Matters“ [1].