„I am sexy and I know it”. Vor dem Hintergrund dieses Songs zieht Pius XIII. seine strahlend weiße Unterwäsche an, wählt seine roten Schuhe aus, lässt sich Schicht um Schicht mit päpstlichen Festgewändern in Gold, Rot und Silber, Brokat und Seide bekleiden, bis er schließlich mit der Tiara auf dem Kopf noch rasch eine Zigarette in den vatikanischen Arkaden raucht. Diese Szene aus der TV-Serie The Young Pope unter der Regie des Bildmagiers Paolo Sorrentino ist Zusammenfassung und ironische Brechung von fast 2000 Jahren klerikaler Ästhetik: Ausgangspunkt einschlägiger Betrachtungen von Theresia Heimerl.