Mit feinem Gespür für literarische und theologische Tonlagen ehrt Georg Langenhorst einen der großen Intellektuellen unter den gegenwärtigen Christ*innen des deutschen Sprachraums: Heinrich Detering. Da ist einer, der sich nicht auf die sichere Position des Beobachters und Kritikers zurückzieht, sondern sich auch selbst auszusetzen wagt – mit Bekenntnissen, theologisch wie literarisch.

Der isländische Jesuitenpater Jon Sveinsson, genannt Nonni, war ein beliebter Kinderbuchautor. Als protestantischer Junge fernab der Heimat „streng katholisch“ erzogen, litt er sein Leben lang unter der Angst, seine Mutter und andere Lieben könnten verdammt sein, da sie nicht konvertiert waren. Ottmar Fuchs erinnert an ihn anlässlich des Todestags am 16. Oktober.

Die Amazonassynode bringt die ökologische und soziale Frage auf weltkirchlicher Ebene zusammen. Um dies zu kontextualisieren, findet im Hotspot der europäischen CO₂-Produktion, dem Rheinischen Braukohlerevier, am 18.-20. Oktober 2019 die «Klimasynode von unten» statt. Benedikt Kern hält es für unumgänglich, dass die Klimakatastrophe von Christinnen und Christen als Zeichen der Zeit verstanden wird.

„Du kannst es bis nach oben schaffen, wenn Du fleißig bist“, so lautet eines der großen Narrative der Bundesrepublik. Der renommierte Elite-Forscher Michael Hartmann analysiert seit Jahrzehnten gesellschaftliche Strukturen, die das Gegenteil belegen. Dabei kommen auch gesellschaftliche und kirchliche Felder in den Blick, die vielen unter den Verantwortungsträger*innen als Erfolgsgeschichten gelten.

Morgen Abend beginnt das jüdische Jom Kippur Fest. Zehn Tage zuvor feiern die Jüdinnen und Juden Rosh HaSchanah, den Geburtstag der Welt. Die zehn Tage zwischen Rosh HaSchanah und Jom Kippur sind das Herzstück der jüdischen Feiertage. Rabbinerin Esther Jonas-Märtin skizziert den Weg der inneren Einkehr und Erneuerung.

Gebeichtet wird öffentlich. So jedenfalls geschieht es in den Medien. Das medial inszenierte Beichten dient der Definition dessen, was in der Öffentlichkeit als moralisch akzeptabel angesehen wird. Es geht um Selbstoptimierung, um die bestmögliche Einpassung in die Regelwerte der öffentlich verhandelten Moral. Die sakramentale Beichte zielt dagegen auf Selbstfindung, meint Martin M. Lintner. Wiedergelesen.