1996 veröffentlichte Matthias Wörther Als ich noch älter war. Durch Dogmen das Leben entdecken“. Der Titel bezog sich auf eine Zeile aus Bob Dylans Song „My back pages“. Das Buch war der Versuch eines jungen Theologen, seine Erfahrungen mit sich selbst, mit der Kirche und mit seinem Glauben auf einen theologischen Begriff zu bringen. Heute, mehr als 20 Jahre später, blickt der Autor zurück: Was davon ist, viele Jahre später, noch tragfähig?

Judith Hahn und Rainer Bucher diskutierten in der „Lebendigen Seelsorge“ 3/2018 engagiert über das Verhältnis von Kirchenrecht und Pastoral. Bucher fand, das Kirchenrecht habe ein Legitimitäts- und ein Relevanzproblem und sich zudem nicht wirklich von der tridentinischen Matrix der Kirche gelöst. Judith Hahn fragte zurück, ob man denn wirklich die Neuauflage des „Tragödienklassikers“ Kirchenrecht versus Pastoral brauche und man nicht vielmehr gemeinsam daran arbeiten solle, wie es weitergehen könne. Das folgt hier in feinschwarz.net, in zwei Teilen, heute und morgen.

Der Evangelist Markus beendet seine Darstellung des öffentlichen Wirkens Jesu mit einer selten beachteten Erzähleinheit (Mk 12,38–44). Populär ist lediglich der zweite Teil der Perikope: die bekannte Erzählung vom „Scherflein der Witwe“ (12,41–44). Die volle Bedeutung kann die Erzählung aber nur entfalten, wenn ihr Kontext beachtet wird. Vorab warnt Jesus vor den Schriftgelehrten – nicht zuletzt, dass sie Häuser von Witwen auffressen würden (38b–40). Von Volker Niggemeier.