Der Evangelist Markus beendet seine Darstellung des öffentlichen Wirkens Jesu mit einer selten beachteten Erzähleinheit (Mk 12,38–44). Populär ist lediglich der zweite Teil der Perikope: die bekannte Erzählung vom „Scherflein der Witwe“ (12,41–44). Die volle Bedeutung kann die Erzählung aber nur entfalten, wenn ihr Kontext beachtet wird. Vorab warnt Jesus vor den Schriftgelehrten – nicht zuletzt, dass sie Häuser von Witwen auffressen würden (38b–40). Von Volker Niggemeier.

Brauchen wir zur Kirchenerneuerung einen neuen missionarischen Aufbruch? Initiativen gibt es viele, zuletzt das „Mission Manifest“. Die deutschen Bischöfe haben mit ihrem Pastoralwort Zeit zur Aussaat“ einst den Ton gesetzt. Was folgte? Können und wollen wir überhaupt missionarisch sein? Thomas Schumacher analysiert die Debatte – der vierte Teil unserer Monatsserie.

Gestern wurde bekannt, dass dem Rektor der Theologischen Hochschule Sankt Georgen das Nihil obstat vom Vatikan entzogen wird. Der Grund: Einige kritische Bemerkungen zur kirchlichen Haltung gegenüber Homosexuellen aus dem Jahr 2016. Heute reagieren Studierende der Hochschule. Feinschwarz veröffentlicht exklusiv den offenen Brief.