Wie die Zukunft angesichts von vielfältigen Herausforderungen in den nächsten Jahrzehnten verantwortlich gestaltet waren kann, hat in den letzten Tagen deutschlandweit viele Menschen beschäftigt. Clara-Luisa Weichelt vom Hilfswerk Misereor berichtet vom gemeinsamen Ringen um eine gemeinwohlorientierte Gestaltung der Gesellschaft.

Nach der Entstehung kognitiver Dissonanzen in der Covid-19-Pandemie fragt die Philosophin Ana Honnacker vom Forschungsinstitut für Philosophie Hannover. Die verweigerte Einsicht als Abwehrreaktion ist ein Massenphänomen, weil die Realität immer wieder unfassbar ist und aufgrund ihrer Komplexität überfordert. Es braucht Raum für den Glauben an die furchterregende Wirklichkeit.

Feminismus in Ost- und Westdeutschland – dieses Thema stellen wir in einer Interview-Reihe in den nächsten Wochen immer mittwochs vor. Es geht um Anfänge, Aufbrüche und Aktuelles. Eva Harasta interviewte für feinschwarz.net Feministinnen aus Ost und West. Heute im Gespräch mit Ina Merkel.

Der französische Philosoph Jacques Derrida (1930-2004) wäre am 15. Juli 2020 90 Jahre alt geworden. Sein Denken der De-konstruktion, der »Entlarvung von Konstruktionen«, ist Zeit seines Lebens mit zahlreichen Vorurteilen bedacht worden. Insbesondere im deutschsprachigen Raum wurde dabei allerdings übersehen, dass in Derridas Relecture der abendländischen Kultur- und Geistesgeschichte zugleich Elemente und Kriterien dieses Erbes erkennbar wurden, die gerade in politischer Hinsicht zukunftsträchtig sind – so die These von Peter Zeillinger (Wien).

Die Präsenzlehre steht gegen Ende des Coronasemesters zwischen ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft. Hochschullehrende wollen das distance learning hinter sich lassen. „Digital“ und „Präsenz“ sind dabei zu Kampfbegriffen geworden. Für Benedict Schöning überdeckt ihre scheinbare Polarität, dass eine überholte Didaktik stabilisiert werden soll. Das ist nicht nur hochschuldidaktisch bedenklich, sondern auch theologisch relevant.