Der Bedeutung von Nachbarschaft in urban und digital geprägter Gegenwartskultur geht die Stadtforscherin Anna Becker nach. Die wiederentdeckte Wertschätzung für das eigene Quartier ließ sich schon vor der Corona-Pandemie und der eingeschränkten Mobilität als gesellschaftlicher Trend beobachten. Sie lassen Potenziale und problematische Trends erkennen.

Der großen Sehnsucht nach Homogenität geht Christian Schramm mit dem Ansatz „Im Anfang waren Viele. Pluralität der Theologie im ersten Christentum“[i] von Ansgar Wucherpfennig SJ nach. Er findet eine anregende Lektüre – gerade auch angesichts der Pluralitätsherausforderungen der Kirche heute.

Es ist dramatisch, so Judith Hahn, wenn sich der Geltungsanspruch des kirchlichen Rechts unter den Gegenwartsbedingungen als soziologisch uneinholbar erweist. Die konkrete Kirchenverfassung ist nach Lumen gentium 8 nämlich wesentliches Strukturmerkmal der irdischen Kirche. Die Spannung zwischen Faktizität und Geltung  in  der Rechtsordnung der römisch-katholischen Kirche greift daher in die Ekklesiologie aus.

„Du kannst es bis nach oben schaffen, wenn Du fleißig bist“, so lautet eines der großen Narrative der Bundesrepublik. Der renommierte Elite-Forscher Michael Hartmann analysiert seit Jahrzehnten gesellschaftliche Strukturen, die das Gegenteil belegen. Dabei kommen auch gesellschaftliche und kirchliche Felder in den Blick, die vielen unter den Verantwortungsträger*innen als Erfolgsgeschichten gelten.