Wie soll sich der Staat gegenüber den Religionsgemeinschaften in Zeiten religiöser Individualisierung und Pluralisierung verhalten? Aus der Schweizer Perspektive, aber mit Relevanz auch für andere religionsrechtliche Situationen reflektiert Daniel Kosch, Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz, die vielfältigen Implikationen des Anerkennungsbegriffs.

Judith Hahn und Rainer Bucher diskutierten in der „Lebendigen Seelsorge“ 3/2018 engagiert über das Verhältnis von Kirchenrecht und Pastoral. Bucher fand, das Kirchenrecht habe ein Legitimitäts- und ein Relevanzproblem und sich zudem nicht wirklich von der tridentinischen Matrix der Kirche gelöst. Judith Hahn fragte zurück, ob man denn wirklich die Neuauflage des „Tragödienklassikers“ Kirchenrecht versus Pastoral brauche und man nicht vielmehr gemeinsam daran arbeiten solle, wie es weitergehen könne. Das folgt hier in feinschwarz.net, in zwei Teilen, heute und morgen.

Der Evangelische Kirchentag gehört seit 1949 zu den großen protestantischen Institutionen, die Plattformen für gesellschaftliche und kirchliche Diskussionen bietet und teilweise über 100.000 Teilnehmer*innen für Gottesdienste, Diskussionen, Vorträge und Bibelarbeiten zusammenbringt. Neben den wechselnden Kirchentagspräsident*innen steht mit Prof.in Dr. Julia Helmke eine Theologin an der Spitze der Zentrale des Kirchentages in Fulda.
Ein Interview von Wolfgang Beck

In der Ukraine forcieren sich die Bemühungen, drei bislang getrennte orthodoxe Kirchenstrukturen in einer gemeinsamen, autokephalen Kirche der Ukraine zu vereinen. Darüber sind nun das Patriarchat von Moskau und das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel in den denkbar größten Konflikt geraten. Der Autor Predrag Bukovec sortiert die Mischung aus Politik, Kirche und Mentalitäten.

Seit mehr als 9 Jahren lebt Michaela Wachendorfer auf der kleinen Insel Juist an der Nordseeküste. Auf der Insel gibt es eine katholische Pfarrei als kleine Diasporagemeinde. In der Urlaubssaison kann man hier noch überfüllte Gottesdienste erleben. Neben den vielen Tourist*innen findet eine Gruppe aus verschiedenen Regionen Europas zur Saisonarbeit den Weg auf die Insel, vor allem aus Polen. Und eine kleine Zahl von „Insulaner*innen“ bildet unter Leitung von Michaela Wachendorfer im Kirchenvorstand das Kontinuum der örtlichen Gemeinde.
Ein Interview mit der Gemeindeleiterin Michaela Wachendorfer von Wolfgang Beck

Katholikinnen und Katholiken reagieren verschieden auf die angeordnete Trennung in Eucharistie und Abendmahl. Agnes Slunitschek blickt darauf, was Menschen zu einer Abendmahls- und Eucharistiegemeinschaft bewegt. Dabei stellt sie fest: Aus dem Glaubensleben heraus folgt der Zugang zu theologischen Fragen eigenen Kriterien.