Es ist heute kaum möglich, einen Sachverhalt einfach so als „Wahrheit“ auszugeben. Was ist Wahrheit, wenn in der Postmoderne doch auch Gegensätzliches gleichzeitig gelten kann und die Gültigkeit des Nichtwiderspruchsatzes zunehmend angefragt wird?
Die Thematisierung von Wahrheiten, die für die theologischen Traditionen noch dominierende Bedeutung haben, erzeugen wenig Plausibilität und haben meist kurze Halbwertzeiten. Die „Woche der Wahrheit“ hat sich diesem Dilemma gestellt und in ganz unterschiedlichen Anläufen versucht, mit Zeitgenoss*innen über Wahrheitsfragen ins Gespräch zu kommen. Antonia Przybilski berichtet aus Braunschweig.

„Trotz allen Ärgerns über die Organisation ‚Katholische Kirche‘ bin ich praktizierende und aktive Christin in der Gemeinde St. Gangolf in Bamberg. Trotz aller Situationen des Zweifels und der Sicherheit, der Ferne und Nähe, der Verwirrung und Klarheit, er ist immer noch da – mein Glaube – erstaunlich.“ Judith Weingart aus Bamberg schreibt an Seine Heiligkeit Papst Franziskus,