Sonntags heben wir auf feinschwarz.net immer noch einmal Texte aus den letzten Jahren in erneute Aufmerksamkeit. In anderen Zeiten wieder gelesen, lösen sie manchmal auch neue Reaktionen aus. Stefan Vesper mit einer interessanten Beobachtung in Bezug auf das Berliner Gutachten zum Missbrauch, ausgelöst durch einen Text zur Beichte von Sabine Demel.

Gebeichtet wird öffentlich. So jedenfalls geschieht es in den Medien. Das medial inszenierte Beichten dient der Definition dessen, was in der Öffentlichkeit als moralisch akzeptabel angesehen wird. Es geht um Selbstoptimierung, um die bestmögliche Einpassung in die Regelwerte der öffentlich verhandelten Moral. Die sakramentale Beichte zielt dagegen auf Selbstfindung, meint Martin M. Lintner. Wiedergelesen.

Gebeichtet wird öffentlich. So jedenfalls geschieht es in den Medien. Das medial inszenierte Beichten dient der Definition dessen, was in der Öffentlichkeit als moralisch akzeptabel angesehen wird. Es geht um Selbstoptimierung, um die bestmögliche Einpassung in die Regelwerte der öffentlich verhandelten Moral. Die sakramentale Beichte zielt dagegen auf Selbstfindung, meint Martin M. Lintner.