Die protestantische Ethik und der Geist der Geschlechterverhältnisse waren im 19./20. Jahrhundert enge Verbündete. Diese Allianz wurde wichtig für die Entwicklung von Kapitalismus und deutschem Wohlfahrtsstaat, aber auch der evangelischen Ethik. In beiden hat die Alltagspraxis von Familien lange keinen systematischen Ort gehabt. Fürsorgendes Miteinander blieb insofern konzeptionell und politisch eine Utopie. Von Sabine Plonz.

Weihnachten gilt als „Fest der Familie“, die Familie Jesu wird sogar bisweilen als „Heilige Familie“ bezeichnet. Familien sind oft überladen mit Erwartungen und Sehnsüchten, die dann zu Enttäuschungen und Überforderung führen, manchmal auch zu Gewalt. Einige Hinweise für Predigerinnen und Prediger zum „Familiensonntag“ von der feinschwarz.net-Dezemberredaktion.

Katholikinnen und Katholiken reagieren verschieden auf die angeordnete Trennung in Eucharistie und Abendmahl. Agnes Slunitschek blickt darauf, was Menschen zu einer Abendmahls- und Eucharistiegemeinschaft bewegt. Dabei stellt sie fest: Aus dem Glaubensleben heraus folgt der Zugang zu theologischen Fragen eigenen Kriterien. 

Schon Paulus ermutigte diejenigen, die interreligiösen Partnerschaften mit Ängsten und Sorgen begegneten, zu Vertrauen und zur gegenseitiger Liebe und Toleranz. Bis heute verunsichern Beziehungen zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser Identitäten unsere Gesellschaft – und unsere Seelsorgenden. Aliyah El Mansy zeigt Risiken und Chancen interkultureller Partnerschaften auf.

Sexualerziehung, besonders als obligatorische in der Schule, gibt immer wieder Anlass zu erbitterten Diskussionen. So wendet sich die Volksinitiative „Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule“ gegen eine schulische Sexualerziehung vor dem 9. Lebensjahr. Befürchtet wird die Verführung zu frühzeitiger sexueller Aktivität und schwindendes Schambewusstsein. Viele unterstützen diese Initiative aus religiösen Gründen. Von Monika Jakobs.