Morgen Abend beginnt das jüdische Jom Kippur Fest. Zehn Tage zuvor feiern die Jüdinnen und Juden Rosh HaSchanah, den Geburtstag der Welt. Die zehn Tage zwischen Rosh HaSchanah und Jom Kippur sind das Herzstück der jüdischen Feiertage. Rabbinerin Esther Jonas-Märtin skizziert den Weg der inneren Einkehr und Erneuerung.

Elie Wiesel wäre am 30. September 90 Jahre alt geworden. Ein Kenner seines Lebens und Wirkens ist Reinhold Boschki (Tübingen). Er zeichnet die zentralen Lebensstationen nach – und resümiert, dass angesichts der Situation geflüchteter Menschen, des neu erstarkenden Antisemitismus und der  Fremdenfeindlichkeit seine Botschaft der Erinnerung an die Schoah aktueller denn je und keineswegs harmlos ist.

Der „Tag des Judentums“ heute ist für die christlichen Kirchen eine Chance, aufmerksam zu werden für das Jüdische im eigenen Bekenntnis. Diese Suche ist fordernd. Wer sich aber darauf einlässt, entdeckt neue Perspektiven: Der Glauben gewinnt an Wahrhaftigkeit und Tiefe. Von Markus Himmelbauer.

Nicht nur das „Ich“, sondern auch das „Wir“ entwickelt die eigene Identität im Gespräch mit Anderen und durch erzählte Geschichte. Welche Rolle spielt dabei die Religion? Wie war dies im Mittelalter? Und was kann eine heterogene und mulitkulturelle Gesellschaft heute daraus lernen? Religiöse Pluralität und die Aufgabe der Kirchengeschichte erläutert Angela Berlis.