Elie Wiesel wäre am 30. September 90 Jahre alt geworden. Ein Kenner seines Lebens und Wirkens ist Reinhold Boschki (Tübingen). Er zeichnet die zentralen Lebensstationen nach – und resümiert, dass angesichts der Situation geflüchteter Menschen, des neu erstarkenden Antisemitismus und der  Fremdenfeindlichkeit seine Botschaft der Erinnerung an die Schoah aktueller denn je und keineswegs harmlos ist.

Der „Tag des Judentums“ heute ist für die christlichen Kirchen eine Chance, aufmerksam zu werden für das Jüdische im eigenen Bekenntnis. Diese Suche ist fordernd. Wer sich aber darauf einlässt, entdeckt neue Perspektiven: Der Glauben gewinnt an Wahrhaftigkeit und Tiefe. Von Markus Himmelbauer.

Nicht nur das „Ich“, sondern auch das „Wir“ entwickelt die eigene Identität im Gespräch mit Anderen und durch erzählte Geschichte. Welche Rolle spielt dabei die Religion? Wie war dies im Mittelalter? Und was kann eine heterogene und mulitkulturelle Gesellschaft heute daraus lernen? Religiöse Pluralität und die Aufgabe der Kirchengeschichte erläutert Angela Berlis.

Der jüdisch-katholische Dialog erlebt 50 Jahre nach Nostra Aetate einen Schub durch zwei Dokumente, die fast zeitgleich erscheinen: eines von orthodoxen Rabbinern unterzeichnet, das andere heute, am 10. Dezember, in Rom. Der Jesuit Christian M. Rutishauser (Zürich), Provinzial der Schweizer Jesuitenprovinz und Experte im christlich-jüdischen Dialog, analysiert diese beiden Texte.

Zusammenleben von Jüdinnen, Christinnen und Muslimas als interreligiöser Dialog. Eine praktisch-theologische Perspektive.

Mit diesem Thema beschäftigt sich Regina Polak am 9.12. in ihrer Antrittsvorlesung in Wien. Sie ist dort seit 1. Oktober 2013 Assoziierte Professorin für Praktische Theologie und Religionsforschung am Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät.