Nicht erst durch die Aktionen von Maria 2.0 wird die Kritik katholischer Frauen an ihrer Kirche laut. Doch, wo bleiben die kritischen Stimmen aus dem Osten? Ulrike Irrgang und Johanna Rautenberg blicken in die Vergangenheit und Gegenwart der katholischen Kirche Ostdeutschlands, um das Schweigen der Schwestern zu verstehen.

Die Kirche geht voll ins Risiko. Sie legt weiterhin alle Macht in die Hände weniger Männer. Priester kann nur werden, wer zölibatär lebt und nicht homosexuell ist. Beide Kriterien behindern gleichzeitig ein Verhältnis zu Frauen. Eine Veränderung würde dazu beitragen, auch in der Zulassung von Frauen zu kirchlichen Ämtern eine positive Einstellung zu bekommen. Von Andreas Heek.

Christian Bauer und Maria Mesrian haben in den 1990er Jahren Theologie studiert. Die eine ist heute eine engagierte Ehrenamtliche, der andere lehrt an einer theologischen Fakultät. Sie sind sich einig: Es kann in der Kirche nicht so weitergehen wie bisher, wenn es mit ihr überhaupt weitergehen soll. Zukunft lässt sich in den Trümmern von Notre Dame, aus Angela Merkels Harvard-Rede oder beim nächsten Friday for future lernen…