Wenn die katholische Kirche in der Missbrauchs-Problematik und den strukturellen Problemen, in denen sexualisierte Gewalt und geistlicher Missbrauch begünstigt werden, Veränderungen anstoßen will, braucht sie das Bewusstsein einer lernenden Organisation. Entschiedene Maßnahmen sind dazu unerlässlich, wie der Beitrag von Inge Tempelmann zeigt.

Vor zwei Tagen hat die Deutsche Bischofskonferenz eine große Studie zum sexuellen Missbrauch durch Kleriker in den letzten Jahrzehnten in Deutschland vorgestellt, von der Teile bereits seit zwei Wochen diskutiert werden. Der Redaktion von feinschwarz.net erscheint es naheliegend, für die Bewertung der Studie und eine Einschätzung der Situation nicht Bischöfe um Statements zu bitten, sondern mit Matthias Katsch einen der profilierten Vertreter der Opfergruppen. Er ist ehemaliger Schüler des Berliner Canisiuskollegs, Sprecher von Opfergruppen und Mitbegründer der Opfer-Initiative „Eckiger Tisch“ in Berlin.
Ein Interview von Wolfgang Beck.