Die Kirche geht voll ins Risiko. Sie legt weiterhin alle Macht in die Hände weniger Männer. Priester kann nur werden, wer zölibatär lebt und nicht homosexuell ist. Beide Kriterien behindern gleichzeitig ein Verhältnis zu Frauen. Eine Veränderung würde dazu beitragen, auch in der Zulassung von Frauen zu kirchlichen Ämtern eine positive Einstellung zu bekommen. Von Andreas Heek.

Die Amazoniensynode schürte eine Fülle an Erwartungen. Das nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus „Querida Amazonia“ enthält aus entwicklungspolitischer Sicht viel Motivation und Auftrag; gerade aus Sicht der Frauen und aus kirchenreformerischer Sicht jedoch auch Enttäuschung – so der Kommentar von Anja Appel. Das kleine Signal ist ausgeblieben.

Papst Franziskus beklagt, nicht nur bei seinem Besuch auf Lampedusa, eine „Globalisierung der Gleichgültigkeit“, wir haben uns an das Leiden der Anderen gewöhnt, es ist nicht unsere Sache. Ein/e Christ/in darf sich aber nicht aus der Verantwortung stehlen, glaubt Martin Wrasmann und plädiert für einen Haltungswechsel.

Das Schreiben von Papst Franziskus an das Volk Gottes zum sexuellen Missbrauch durch Priester spricht eine klare und deutliche Sprache – endlich, so möchte man sagen. Und dennoch gilt es, diesen Text auch zwischen den Zeilen zu lesen. Hier wird offenkundig, dass das darin Beklagte und Verurteilte, wenn auch in der anderen Gestalt der Grenzverletzung und Grenzüberschreitung, weiterhin strukturell wirksam ist. Wolfgang Reuter unternimmt eine pastoralpsychologisch motivierte Relecture.

„Trotz allen Ärgerns über die Organisation ‚Katholische Kirche‘ bin ich praktizierende und aktive Christin in der Gemeinde St. Gangolf in Bamberg. Trotz aller Situationen des Zweifels und der Sicherheit, der Ferne und Nähe, der Verwirrung und Klarheit, er ist immer noch da – mein Glaube – erstaunlich.“ Judith Weingart aus Bamberg schreibt an Seine Heiligkeit Papst Franziskus,