Krieg und Frieden – und wo steht Europa? Wer sind wir in diesem Europa? Wie können wir uns als Europäer selbst verstehen? Der italienisch-deutsche Philosoph und Theologe Gianluca De Candia führt ein philosophisches Schwellengespräch mit Sossio Giametta darüber, ob Nietzsche für diese Fragen ein geeigneter Gesprächspartner sein könnte. 

Der französische Philosoph Jacques Derrida (1930-2004) wäre am 15. Juli 2020 90 Jahre alt geworden. Sein Denken der De-konstruktion, der »Entlarvung von Konstruktionen«, ist Zeit seines Lebens mit zahlreichen Vorurteilen bedacht worden. Insbesondere im deutschsprachigen Raum wurde dabei allerdings übersehen, dass in Derridas Relecture der abendländischen Kultur- und Geistesgeschichte zugleich Elemente und Kriterien dieses Erbes erkennbar wurden, die gerade in politischer Hinsicht zukunftsträchtig sind – so die These von Peter Zeillinger (Wien).

Gott oder Geld – ist es das, was Jesus sagen wollte? Jan-Hendrik Herbst untersucht im Rückgriff auf den Soziologen Georg Simmel diese Frage. Dabei konstatiert er, dass individuelle und kollektive Priorisierungen einer bewussten Reflexion bedürfen und die eigene To-do-Liste götzenkritisch zu hinterfragen ist.