Der französische Philosoph Jacques Derrida (1930-2004) wäre am 15. Juli 2020 90 Jahre alt geworden. Sein Denken der De-konstruktion, der »Entlarvung von Konstruktionen«, ist Zeit seines Lebens mit zahlreichen Vorurteilen bedacht worden. Insbesondere im deutschsprachigen Raum wurde dabei allerdings übersehen, dass in Derridas Relecture der abendländischen Kultur- und Geistesgeschichte zugleich Elemente und Kriterien dieses Erbes erkennbar wurden, die gerade in politischer Hinsicht zukunftsträchtig sind – so die These von Peter Zeillinger (Wien).

Gott oder Geld – ist es das, was Jesus sagen wollte? Jan-Hendrik Herbst untersucht im Rückgriff auf den Soziologen Georg Simmel diese Frage. Dabei konstatiert er, dass individuelle und kollektive Priorisierungen einer bewussten Reflexion bedürfen und die eigene To-do-Liste götzenkritisch zu hinterfragen ist.