Die anhaltenden Proteste in Belarus beschäftigen Jolande Berberich. Es ist ihre Generation, die in der Opposition auf die Straße geht und sich dort bewusst der Staatsgewalt aussetzt. Mit Judith Butler fragt sie nach der Möglichkeit von Identifizierung mit dem Schicksal anderer Menschen und den Rastern der Wahrnehmung, die sowohl Nähe als auch Ausschluss bewirken. 

An den Landtagswahlen in Berlin und Brandenburg fokussieren sich wesentliche Fragen der Wahrnehmung gegenwärtiger politischer Kultur – der Aufschwung des Populismus, bleibende Differenzen zwischen Ost und West, die Frage nach gleichwertigen Lebensbedingungen in Stadt und Land. Feinschwarz schaut im September genauer hin. Kurzbeiträge von Jan Witza, Ulrike Franke und Frank Schürer-Behrmann bilden den Auftakt.