Queeres Leben, Leben jenseits heterosexueller „Normalität“, ist massiven Anfragen und Anfechtungen ausgesetzt – auch seitens Teilen der Religionen. Die Ausstellung Homosexualität_en, die 2015 in Berlin und 2016 in Münster gezeigt wurde, stellt sich der Sichtmarbachung, Aufarbeitung und Würdigung von LGBTQI Menschen. Ulrike E. Auga war als Gutachterin und Mitwirkende an der Ausstellung beteiligt und stellt ihre Gedanken zu Religion und Geschlecht vor.

„Die Fremdheit in uns öffnet Wege zur Fremdheit der Anderen“, so Michael Nausner in seinem Beitrag. Diese Erkenntnis ermöglicht einen anderen Blick auf die Begegnung mit Migrantinnen und Migranten, nicht zuletzt auch auf dem Hintergrund der jüdisch-christlichen Tradition der Zusammengehörigkeit von Einheimischen und Fremden.

In Hamburg wird heute ein neues Wahrzeichen eingeweiht. Die Eröffnung der Elbphilharmonie ist nicht nur ein Staatsakt, sondern auch eine Demonstration. Auf welche Wahrheiten das neue Weltwunder hinweist, ist noch nicht festgelegt. Gerrit Spallek verfasst einen Kommentar zur Faszination Elbphilharmonie. Er wirbt dafür, sich in die offenen Diskurse urbaner Interpretationen einzumischen.

„Heilige Nacht“ heißt eine Ausstellung, die das Frankfurter Skulpturenmuseum Liebieghaus derzeit präsentiert. Sie versammelt die Bildwelt der Advents- und Weihnachtszeit, wie sie im Mittelalter und in der frühen Neuzeit ausgeformt wurde. Darin treffen sich die Erzählungen der Evangelien, nichtbiblische Traditionen, Frauenmystik, fromme Inbrunst, Verehrung, die Theologie der Inkarnation, religiöser Kitsch und vor allem die Feier einer Überwindung: das Leben über den Tod, das Licht über die Dunkelheit. Eine „Madonna in der Hoffnung“ hat es Viera Pirker besonders angetan.

Cremig gerührter Joghurt oder eine Matratze, die uns schmerzfreien Schlaf gewährt? Ein Urlaub, in dem alles so funktioniert, wie wir uns das gewünscht haben (sogar das Wetter)  oder ein Fernseh-Bildschirm mit außergewöhnlicher Farbfülle? Was ist himmlisch oder was sorgt dafür, dass wir uns „himmlisch“ fühlen? Geht es um Wohlbefinden in einem solchen Maß, dass es nicht mehr von dieser Welt ist? Gedacht von Stefan Hoffmann.

Im Dezember wird erstmalig ein Musiker mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Bob Dylan wird für die Schöpfung eines neuen poetischen Ausdrucks in der amerikanischen Gesangstradition geehrt. Der Theologe und Dylan-Kenner Knut Wenzel stellt das Poetische des Folksängers heraus und geht auf die Religiosität seines Werkes ein. Die Musiklegende sei ein ortloser Pilger, der sich am Absoluten abarbeitet.