Am 15. Juli 2017 wäre Walter Benjamin (1892-1940) 125 Jahre alt geworden. Ottmar Fuchs erschließt einige Grundzüge seines Denkens. Es geht um eine Geschichtswahrnehmung, die im Rückblick verborgene Quellen zusammenführt. Denn: „Der jüngste Tag ist eine rückwärts gewandte Gegenwart.“ (Benjamin)

Dominik Gautier erinnert an den Kulturtheoretiker Stuart Hall und seine Bedeutung für eine rassismuskritische theologische Ethik. Diese Ethik lässt sich nicht festlegen, sondern sucht die Irritation des „Eigenen“. Zugleich stellt er hiermit ein Anliegen des „Netzwerks antisemitismus- und rassismuskritische Religionspädagogik und Theologie“ (narrt) vor, das an der Evangelischen Akademie zu Berlin gegründet wurde.

Lohnt es sich, oder ist es gar geboten, so genannte „populistische“ Themen aufzugreifen und sozialethisch Stellung zu beziehen? Andrea Keller nennt Gründe, warum die christliche Sozialethik ihre Stimme erheben muss. Und wie wichtig es ist, dass Menschen erfahren, dass sie etwas bewirken können.

Der Frauenanteil bei katholisch-theologischen Professuren konnte in den letzten Jahren erhöht werden. Allerdings sieht es für die Zukunft schlecht aus. So droht der Anteil an Professorinnen wieder zu sinken. Maria Häusl kommentiert die jüngsten Zahlen des Nell-Breuning Instituts zur Nachwuchssituation in der Katholischen Theologie.

Gott oder Geld – ist es das, was Jesus sagen wollte? Jan-Hendrik Herbst untersucht im Rückgriff auf den Soziologen Georg Simmel diese Frage. Dabei konstatiert er, dass individuelle und kollektive Priorisierungen einer bewussten Reflexion bedürfen und die eigene To-do-Liste götzenkritisch zu hinterfragen ist.