Das Parkhaus fungiert in den Städten des 20. Jahrhunderts zunächst als Kathedrale der Mobilitätsgesellschaft, entwickelt sich zum geschmähten Nicht-Ort und erlebt im 21. Jahrhundert eine weitere Wandlung. Im Rahmen seiner phänomenologischen Raumforschung richtet Jürgen Hasse den Blick auf die Metamorphosen des Parkhauses, eines Architekturtyps, der in seiner kulturhistorischen Bedeutung allzu oft übersehen wird. Bei näherer Betrachtung erweist sich die Hoch- und Tiefgarage aber über ihre Banalität hinaus als mythischer Ort und Psycho-Sensor des Zeitgeistes.

Ferragosto, die Tage um den 15. August – für Italiener:innen sind sie die fünfte Jahreszeit. Wer kann, nimmt sich Urlaub, fährt ans Meer oder in die Berge. Man trifft sich dort mit den Großeltern, mit Onkels, Tanten und deren Kindern, unternimmt gemeinsam das eine und andere, redet viel und isst gut, man lebt eine dolce vita. Von Alexander Notdurfter, Brixen.

Die katholische Soziallehre wird in diesem Jahr 130 Jahre alt. Da überrascht es schon, dass es – anders als üblich – aus diesem Anlass keine neue päpstliche Enzyklika gibt. Mit Laudato sí und Fratelli tutti beschreitet Papst Franziskus einen anderen Weg. Es lohnt sich, die Hintergründe dieser Genealogie auszuleuchten und eine Reise in das theologische Diskursarchiv zu unternehmen.