Leserbrief zu „Nur wer klagt, hofft“ – Die „Lügen der Tröster“ in Zeiten der Pamdemie

Leserbrief

Kirchenräume sind zurzeit häufig leer und eher still. Albert Pichler mit einem Leserbrief und einem Vorschlag.

Herzlichen Dank für den Beitrag.

„Nur wer klagt, hofft“ – Die „Lügen der Tröster“ in Zeiten der Pandemie

Bei SAID, einem Schriftsteller mit iranischen Wurzeln und vielen Verfolgungserfahrungen, findet sich der Psalm*

herr
rühme mich
denn ich habe viel ausgehalten
ohne ein zeichen von dir

vielleicht bist du nur das echo von meinem schrei

doch dann hilf mir
aus meiner klage ein lied zu machen
an dem sich kommende fremde erwärmen können[1]

Hier meine Idee für einen Klageraum:

Unsere Kirchenräume sind zurzeit häufig leer und eher still.Ich würde auf zwei Ständer ein Brett/einen Balken und einen Hammer legen.

Dazu der Hinweis:

„Hau mit dem Hammer auf das Brett/den Balken für das, was dich wütend, zornig und verzweifelt macht.”

So etwas wird einen gewaltigen Lärm im Kirchenraum erzeugen, evtl. Mitanwesende erschrecken oder selbst ermutigen, ihrem Zorn, ihrer Wut und Verzweiflung Ausdruck zu geben.

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Dr. theol. Albert Pichler


[1] SAID, Psalmen C.H.Beck 2007, Seite 38.

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