In dem Wunsch nach einer Segnung für gleichgeschlechtliche Paare sieht Ruben Schneider eine „anti-emanzipatorische Assimilation an ein heteronormatives System“. Jens Ehebrecht-Zumsande erwidert der queeren Kritik an Segnungsfeiern von Ruben Schneider und wirbt für einen positiven Blick auf die Segnung von Andersheit.

Die Wiener Autorin Raphaela Edelbauer hat mit ihrem Debut-Roman „Das flüssige Land“ eine finstere Erzählung über die Frage von Schuld und Vergangenheit geschrieben. Dabei spricht die Erzählung nicht nur österreichische Themen und Abgründe der Geschichtsbewältigung an, sondern stellt weitaus universellere Fragen. Der Theologe Stefan Weigand zeigt, dass der Roman auch Mechanismen von Schuldverstrickung in der Kirche offenbart.

Der Quellcode religiöser Traditionen ist unhintergehbar freigegeben. Gebet ist nicht nur auf kirchliche Handlungsräume beschränkt. Vor 4 Jahren hat Navid Kermani in einer Rede in der Frankfurter Paulskirche zum Gebet aufgerufen. Michael Schüßler analysiert, dass das, was dann kam, ebenso umstritten wie symbolträchtig war. Ein Aufruf zum Gebet, der Fragen hinterlässt. Wiedergelesen