„Religion kann separierend sein – das muss sich ändern!

Essen, 04.07.2019 Vierter Katholischer Flüchtlingsgipfel „Herausforderungen kirchlicher Flüchtlingsarbeit im Umgang mit Fremdenfeindlichkeit“. Bild: Vortrag von Ali Can, Leiter des „VielRespektZentrum“ in Essen; Gründer des Hashtags #MeTwo; Begründer der „Hotline für besorgte Bürger“ und Autor des gleichnamigen Buches, Vorsitzender von Interkultureller Frieden e. V. Copyright: © Deutsche Bischofskonferenz/Jörn Neumann

Als „Asylbewerber Ihres Vertrauens“ machte der junge Ali Can aus der kurdischen Türkei in Hessen auf sich aufmerksam und startete eine Charmeoffensive gegen Alltagsrassismus. Er engagiert sich als Sozialaktivist und spricht im Interview mit Klara Pisonic über seine Projekte, über Rechtsextremismus und Religion.

Pisonic:           Lieber Ali, unser Interview für Feinschwarz findet jetzt über eine Videokonferenz statt, was gar nicht mal so unüblich ist für das Format. Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise hat alles jedoch einen seltsamen Beigeschmack. Wie geht es dir während Corona?

Can:    Mir geht es immer besser. Ich habe inzwischen einen besseren Umgang mit den Einschränkungen gefunden — In letzter Zeit telefoniere ich viel, gehe öfter alleine raus, habe neue Hobbys entdeckt. Ich widme mich nun auch mehr meiner Talkshow Alimania. Ich fülle die Zeit jetzt immer besser, damit mir die Decke nicht auf den Kopf fällt.

Wir wollen zum Nachdenken anregen

Pisonic:           Du bist Sozialaktivist, hast den Friedensverein “Interkultureller Frieden e.V.” gegründet, sowie das „VielRespektZentrum“ in Essen. Wie spiegelt sich die aktuelle Situation in deiner Arbeit wieder? Vor allem bezüglich des social distancing?

Can:    Es ist so, dass das VielRespektZentrum hauptsächlich eine Begegnungsstätte ist. Neben unseren Seminarräumen und dem Videostudio haben wir knapp 400m², in denen sich Menschen begegnen sollen. Wir haben Ende Februar das Zentrum geschlossen und mussten leider mitansehen, wie unsere Arbeit nicht mehr funktionierte. Unser Ziel — Vorurteile abzubauen — kann nur durch Begegnungen und persönlichen Kontakt geschehen. Auch unsere Einnahmen und Spenden sind weggefallen.
Mit meinem Team wirke ich trotzdem auf anderen Ebenen. Meine Talkshow ist zum Beispiel eine Produktion des VielRespektZentrums. Die Folgen, die wir herausbringen, sind auch eine Art von Engagement, in dem wir Impulse geben und zum Nachdenken anregen über Integration, Migration, Engagement oder Demokratie.
Es haben aber nicht alle, die vorher bei uns ehrenamtlich engagiert waren, während der Coronazeit innovative Online-Aktionen ausgedacht. Bei uns sind viele Vereine tätig, die physisch dabei sind, anpacken und Ideen einbringen. Wir hoffen deshalb trotzdem, dass wir im Juni wieder alles zum Laufen bringen. Durch die ersten Lockerungen haben wir vor, mit einem neuen Distanz- und Hygienekonzept das Zentrum wieder zu öffnen.

Verschwörungstheorien

Pisonic:           Du bist unter anderem viel auf Social Media unterwegs und suchst dort den Austausch und Gesprächspartner*innen. Auf Twitter kann man entnehmen, dass du dich auch stark gegen Verschwörungstheorien einsetzt. Siehst du Parallelen im „Kampf“ gegen Verschwörungstheorien und Rechtspopulimus?

Can:    Ja, total! Sowohl im Kampf gegen Verschwörungstheorien, wie auch im Kampf gegen Rechtspopulismus haben wir es mit einer undifferenzierten und verzerrten Weltansicht zu tun. Verschwörungstheoretikern und Rechtspopulisten geht es um eine Spaltung von denen, die etwas angeblich durchschaut hätten und sich „schützen“ müssen, und denen, die als Feind und Übel deklariert werden. Beiden Gruppierungen fehlen vor allem valide Informationen.

Integration

Pisonic:           Deine Kampagne #MeTwo soll für Alltagsrassismus sensibilisieren und erreichte eine große Reichweite (nicht zu verwechseln mit der Kampagne #MeToo, welche sexuelle Übergriffe bei Frauen impliziert). Du selbst bist im Südosten der Türkei geboren und kurdisch-stämmig. Als du zwei Jahre alt warst, emigrierte deine Familie aufgrund der gesellschaftlichen und staatlichen Diskriminierung und Aussichtslosigkeit von kurdischen Aleviten 1995 nach Deutschland. Ihr wart über 10 Jahre lang geduldet. Selbst bezeichnest du dich als „Mustermigrant“. Hast du dich in Deutschland immer zugehörig gefühlt?

Can:    Mustermigrant ist mit einem Augenzwinkern gemeint. Ich erfülle theoretisch ganz viele Sachen, die Leute als integriert bzw. als angepasst bezeichnen — Ich bin der deutschen Spräche mächtig, habe studiert, zahle Steuern. Ich interessiere mich außerdem für Kultur, habe Goethe gelesen und schaue Tatort. Ich zeige Leuten, was ich alles tue, aber es reicht trotzdem nicht. Ich versuche das zum Anlass zu nehmen, um ins Gespräch zu kommen über Vorstellungen der Mehrheitsgesellschaft, was Integration überhaupt sein soll.
Die Kampagne #MeTwo ist kraftvoll gewesen, weil viele Menschen wie ich, seit Jahren hier leben oder aufgewachsen sind und immer noch benachteiligt werden. Der sichtbare Migrationshintergrund, sei es der ausländische Name, Haut und Haarfarbe, wird zum Anlass genommen um uns auszugrenzen. Und das ist das Paradoxe für uns — wir sind Teil dieser Gesellschaft. Wir sind genauso deutsch und noch etwas anderes. Deshalb die zwei (two) im Hashtag. Deshalb werden wir benachteiligt.

Es sollte nicht um Integration
als Anpassung gehen!

Pisonic:           Was ist deiner Meinung nach entscheidend für Integration?

Can:    Erstmal muss man einsehen, dass Integration, wie wir darüber reden, nicht das passende Wort dafür ist. Mit Integration ist Anpassung gemeint. In Deutschland sollte es aber nicht um Anpassung gehen. Das Grundgesetz, was wir als das wichtigste Fundament für Zusammenleben betrachten, ist immer ein Freiheitsversprechen.
Wenn beispielsweise Achim die ganze Zeit in seinem Schrebergarten sitzt und sich nur um seine Hyazinthen kümmert, würde niemand auf die Idee kommen, dass Achim nicht zur Gesellschaft passt. Keiner würde sagen, Achim muss mehr kommunizieren oder offener sein. Wenn jedoch jemand mit Migrationshintergrund nur zuhause sitzt, würde es heißen, dass er oder sie nur unter sich bleiben will. Der Integrationsbegriff ist gefährlich, da er für Migranten andere Maßstäbe setzt. Es geht um andere Erwartungen.
Meiner Ansicht nach geht es am Ende immer um strukturelle Integration. Was Menschen darüber hinaus machen, ist ihnen freigestellt. Ein geflüchteter Mensch muss nicht verstehen, wie alle Menschen in Deutschland „ticken“. Geflüchtete müssen erstmal ankommen und sich behaupten. Es geht um das Erlernen von Sprache, anerkannten Abschlüssen oder Qualifikationen und dem Zurechtkommen in der Infrastruktur.

Heimat

Pisonic:           Vor drei Monaten fand der rechtsextreme Anschlag in Hanau statt. Du hast damals getwittert „Wir haben Angst. Wir fürchten um unser Leben.“ Hattest du schon vorher in Deutschland Angst?

Can:    Ich besuche manche Orte in Deutschland mit einem mulmigen Gefühl. Orte, von denen man in den Schlagzeilen hört, dass zum Beispiel Asylbewerber angeschossen wurden. Das ist natürlich irrational, weil es nicht heißt, dass ein ganzer Ort gefährlich ist. Aber wenn ich höre, wie oft in Chemnitz, Bautzen oder Hoyerswerda rechtsextreme Strukturen und Vorfälle existieren, dann muss ich ehrlich sagen, dass ich Angst hatte und habe.
Man merkt inzwischen immer mehr, dass Rechtsextreme bewusst Orte aufsuchen, die in Händen von Menschen mit Migrationshintergrund sind — wie die Synagoge in Halle oder die Shishabar in Hanau. Die Angst teile ich nicht nur mit meiner Familie, sondern mit allen Menschen, die von außen als Fremd gelesen werden und damit zur Zielscheibe werden für rassistische Gewalt.

Ich habe Heimatgefühle in
verschiedenen Städten.

Pisonic:           In deinem Buch „Mehr als eine Heimat“ schreibst du unter anderem, dass du dich in Deutschland zuhause fühlst. Kann man sich denn in einem Land beheimatet fühlen, wenn man Angst hat?

Can:    Prinzipiell ist es kein Widerspruch Heimatgefühle zu haben, auch wenn man in anderen Kontexten Angst hat. Ich erlebe zwar von Freunden und anderen Aktivisten, dass sie sich nicht beheimatet fühlen können, solange sie abgelehnt und struktureller Diskriminierung ausgesetzt werden. Ich persönlich konzentriere mich aber auf positive Erlebnisse. Ich suche meine Heimat im persönlichen Umfeld — in Beziehungen, Hobbies, Beruf. Ich habe inzwischen sogar Heimatgefühle in verschiedenen Städten: in Warendorf, in Gießen, in Essen und ein bisschen in Berlin. Heimatgefühle kommen, wenn man sich dort in bestimmten Kontexten aufhält.

Pisonic:           Was muss in der Gesellschaft passieren, damit sich der Rechtsruck künftig abwenden lässt?

Can:    Zum einen müssen wir alle interkulturell kompetent werden. In allen Bereichen unseres Lebens steckt Vielfalt. Wie kann man also Menschen die dahinter stehen und vielfältig sind, ablehnen? Dafür muss man eigene Vorurteile reflektieren, den Kulturbegriff hinterfragen und sich mit wirklichen Fakten auseinandersetzen. Man muss sich mehr Gedanken machen über Kriminalität im Alltag, Sicherheit und wie Einwanderung funktioniert. Erst dann hat man ein genaues Bild, wie alles funktioniert. Erst wenn man es versteht, verfällt man nicht in Panik und Angst.
Mein zweites Plädoyer unterstützt Begegnungen. Wir benötigen positive Geschichten, Vorzeigeprojekte und Nachbarschaftsinitiativen. Es soll hinter die Fassade geblickt werden und hinter den Begriff Flüchtling. Menschen sollen als Menschen kennen gelernt werden.
Und zum Letzten ist das Handeln des Staates betroffen. Nach dem Anschlag in Hanau sagte Herr Seehofer, dass unverzüglich eine Ombudsstelle eingerichtet wird — aber das allein reicht noch nicht. Der Staat ist der, der mehr Maßnahmen einleiten muss.

Hotline für besorgte Bürger

Pisonic:           Vor ein paar Jahren hast du die Telefonhotline für besorgte Bürger eingerichtet. Dabei ist explizit nicht das Ziel die Anrufer von einer anderen Meinung zu überzeugen. Alle werden mit ihren Meinungen ernst genommen und respektiert. Wie sieht so ein Gespräch aus? Und vor allem: wann ist das Gespräch zu Ende, wenn keine Überzeugungsarbeit geleitet wird?

Can:    Mir geht es immer um das Inspirieren und den persönlichen Austausch. Wenn jemand anruft, dann ist da meist eine positive Absicht dahinter. Ich glaube, dass man diese verstärken kann. Und das mache ich. Die rote Linie ziehe ich dann, wenn jemand menschenverachtend wird und zum Beispiel behauptet, dass Menschen sterben sollen.

Dem will ich mich nicht mehr
zur Verfügung stellen.

Pisonic:           Du hast nach dem Anschlag in Hanau in einem Interview gesagt, dass du inzwischen deine Meinung geändert hast und nicht mehr mit allen reden möchtest. Man solle Funktionären, wie beispielsweise den Parteifunktionären der AfD, nicht mehr diesen Raum geben. Wie kam es zu deinem Sinneswandel? Bist du immer noch bei dieser Meinung?

Can:    Wenn ein Funktionär eine Bühne bekommt und etwas sagen kann, dem nicht widersprochen wird und wenn man nicht genügend Zeit hat, sich mit dem Gesagten auseinander zu setzen, dann macht es keinen Sinn, mit ihnen zu reden. Sie instrumentalisieren alles, was ihnen passiert. Und dem will ich mich weiterhin nicht mehr zur Verfügung stellen.

Religion

Pisonic:           Vor einigen Jahren verhalf dir ein Osterhase dazu, Brücken zu Rechtspopulist*innen zu schlagen. Was genau ist damals bei der Pegida-Demonstration passiert und hattest du das Symbol für das Osterfest bewusst gewählt?

Can: Der Osterhase war purer Zufall. Ich konnte unter den Menschen auf meiner ersten Pegida-Demonstration nicht gut reden. Irgendwann wollte ich meinen Schokoladenosterhasen essen und holte ihn deshalb aus der Tasche. Beim Anblick des Schoko-Osterhasen haben meine Nachbarn mich angeschaut und geschmunzelt. Da habe ich gemerkt, dass sie den Osterhasen interessant fanden. Daraufhin habe ich ihn nicht aufgegessen, sondern fortan demonstrativ in die Höhe gehalten. So bin ich dann durch die Menge gegangen. Auf einmal sprachen mich die Menschen an und nicht ich sie. Ich habe gemerkt, dass mit dem Griff zum Osterhasen, erstmal eine Verbindung zu den anderen aufbauen konnte. Und das war auch der Start für die „Hotline für besorgte Bürger“. Ich biete mich an und verurteile nicht. Lasst uns nicht in Schubladen denken, sondern miteinander leben. Dieses Erlebnis hat mich nachhaltig geprägt und zu einer wertschätzenden Streitkultur verleitet.

 Man kann es Gott nennen

Pisonic:           Du äußerst dich selten über Religion. Bist du selbst gläubig?

Can:    Es ist schwierig für mich meinen Glauben in Worte, ein System oder eine bestehende Religion zu packen. Ich praktiziere keine Religion, aber ich bin gläubig. Ich glaube an etwas Universelles — man kann es Gott nennen oder was anderes — auf jeden Fall etwas Allgegenwärtiges, was vorher war und nach uns bleiben wird.

Kultur verändert sich immer.

Pisonic:           Was bedeutet deiner Meinung nach Religion für die Kultur?

Can:    Wenn wir Kultur als Überbegriff von allem, was Menschen schaffen, verstehen, ist Religion auch ein wesentlicher Bestandteil. Religiöse Traditionen und Bräuche fließen in die Kultur mit ein.
Allerdings verändert sich Kultur. Wir reden nicht mehr wie früher. Die Menschen, Politik, Mode — alles ändert sich im Laufe der Zeit. Meist suchen wir im Wandel nach Orientierung, die uns Halt und Sicherheit gibt. Deshalb verharren manche Personen in idealistischen Vorstellungen. Ich glaube aber, man kann trotzdem religiös sein und mit der Zeit mitgehen. Ich glaube auch, dass sich Religion verändern kann. Und wer sich gegen Veränderungen sträubt, der wird verletzt werden.

Wenn Religion einen separierenden
Aspekt hat…

Pisonic:           Wie wirkt sich die Religionszugehörigkeit auf Integration aus?

Can:    Religionszugehörigkeit deklariere ich als etwas Identitätsstiftendes und etwas Sicherheitsspendendes. Wenn Menschen nun in Deutschland einwandern und das Land nicht kennen, dann kann ihre Religionszugehörigkeit oder das, wie sie es ausüben, befremdlich wirken für alteingesessene weiße Deutsche, die beispielsweise christlich sind. Die Ausübung einer „fremden“ Religion kann auch dazu führen, dass sich Migranten ausgestoßen fühlen, da sie einer anderen Religion angehören. Religion nimmt sehr viel Raum bei der Integration ein, weil sie für religiöse Menschen zur Identität gehört.
Dieser separierende Aspekt der Religion muss verändert werden. Gemeinsamkeiten entdecken, zum Beispiel unter den abrahamitischen Religionen, würde einen Dialog wesentlich fördern.

Es passiert auch bei den Kirchen
schon eine Menge.

Pisonic:           Liegt die Verantwortung und Aufgabe der Vermittlung bei den religiösen Gemeinschaften?

Can:    Ja. Als meine Eltern und ich nach Deutschland kamen, hat die Kirche uns Kleidung und Geld gespendet, Sprachkurse angeboten, usw. Die Ressourcen, die die Institutionen haben, müssen genutzt werden, weil sie als Beispiel vorausgehen. Es passiert schon eine Menge, aber es kann noch mehr gemacht werden.

Neue Kampagne: #we2

Pisonic:           Du hast eine neue Kampagne gestartet: #we2. Diese steht für Europäische Identität und ein Europa ohne Grenzen. Was hältst du von den Grenzschließungen zur Zeit, bedingt durch Corona, vor allem innerhalb der Europäischen Union?

Can:    Ich finde es ist eine Bewährungsprobe für uns, um zu zeigen, dass wir Europäische Rechte haben und Menschenrechte wertschätzen. Ich finde, wir sollten die Grenzen öffnen und uns damit anfreunden, dass Grenzen nur in unseren Köpfen existieren. Wenn wir von dem Mond auf die Erde schauen, sieht man keine Grenzen. Wenn wir nicht üben, als eine Weltgemeinschaft zu denken, dann werden wir immer wieder Konflikte haben.

Die offene Frage einer europäischen Identität

Pisonic:           Du sagst selbst, dass 6 von 10 Personen sich nicht um Wahlen rund um die EU kümmern. Glaubst du, deine Kampagne #we2 wird so erfolgreich wie #MeTwo?

Can:    Nein. Wenn ich Menschen Frage: „Was bedeutet Europa für Dich?“, dann kommen meist dieselben Antworten. Aber wenn ich frage, „Was ist deine europäische Identität?“, dann ist das schwerer zu beantworten. Wir sind noch am Anfang von Europäischer Identität. Um diese zu festigen benötigt es noch Austausch, Begegnung und Bildung.

Eine Vision von einer friedlichen interkulturellen Gesellschaft

Pisonic:           Wo siehst du dich selbst und deine Arbeit in 10 Jahren?

Can:    Zur Zeit sind wir auf Immobiliensuche in Berlin für ein weiteres VielRespektZentrum. Vielleicht sehen wir uns dann in Berlin bei einem Kaffee und sehen dort, wie Menschen sich engagieren und sich begegnen. Außerdem sehe ich mich und meine laufenden Projekte, die ich immer weiter entwickle. Und in 10 Jahren sehe ich mich hoffentlich auch mit einem geerdeten Familienleben.
Ich habe eine Vision, von einer friedlichen interkulturellen Gesellschaft, wo Migranten auf Augenhöhe leben und wo Menschen generell weniger diskriminiert werden.

___

Interviewerin:           Klara Pisonic ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Religionspädagogik und Mediendidaktik an der Goethe-Universität Frankfurt.

Interviewter:             Ali Can ist Sozialaktivist, Autor und Leiter des VielRespektZentrums. Er studierte Ethik und Deutsch auf Lehramt an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und lebt derzeit in Essen und Berlin.

Bild 1: Katholische Bischofskonferenz / Jörn Neumann

Bild 2: Buch-Cover

Bild 3: Benny / Ali Can

Print Friendly, PDF & Email