Derzeit herrscht große Aufregung über die künstlerische Aktion #allesdichtmachen. Was ist geschehen? Einige Künstler und Künstlerinnen haben in Kurzvideos die Covid-Maßnahmen kritisiert. Das Stilmittel dabei ist Satire, Überzeichnung und Sarkasmus. Dagegen wurden nun etliche Stimmen laut. Warum? Warum wird die Aktion auch von regierungskritischen Menschen vielfach als unangemessen empfunden? Den Versuch, die Problematik in zwei biblische Bilder zu gießen, unternimmt Elisabeth Birnbaum.

Die Fledermaus wird verdächtigt, die Corona-Krise verschuldet zu haben. Sie könnte aber auch dazu beitragen, die Krise zu bewältigen. Vielleicht nicht jene aus Wuhan. Die „Fledermaus“ aus Wien jedoch, geschaffen von Johann Strauß Sohn, zeigt auf geradezu biblische Weise Wege für den Umgang mit der Krise. Die Fledermaus – Krisenbewältigung auf Wienerisch. Von Elisabeth Birnbaum 

Das Werk: ein Oratorium eines gläubigen Katholiken und begnadeten Musikers. Das Thema: das letzte Buch der Bibel, die „Offenbarung“ des Johannes. Der Text: fast ausschließlich Bibeltext aus eben diesem biblischen Buch. Die Zeit: der aufkommende Nationalsozialismus. Das Resultat: grandiose Musik mit scheinbar biblischer Botschaft – und prekärer Schlagseite. „Das Buch mit sieben Siegeln“ von Franz Schmidt ist ein Beispiel für Bibelrezeption im Jahr 1938. Von Elisabeth Birnbaum.