Das Subsidiaritätsprinzip ist im katholisch-sozialen Denken entstanden. Im säkularen Umfeld ist es kaum noch wegzudenken. Innerhalb der Kirche wird es dagegen wenig rezipiert. Ursula Nothelle-Wildfeuer plädiert: Die Kirche sollte das von ihr hoch gehaltene Subsidiaritätsprinzip auch auf den eigenen Kontext anwenden – um der Evangelisierung und ihrer Glaubwürdigkeit willen.

Das Wort „Evangelisation“ ist eher negativ besetzt. Zu anachronistisch, zu sperrig, zu „verkopft“ klingt es. Wenn schon der Begriff an sich schwierig ist, gilt das natürlich umso mehr für seine praktische Realisierung. Betrachtet man jedoch die etymologischen Wurzeln – „Frohbotschaft“ – sollte es doch ganz einfach sein, oder? Florian Mittl über „Linie 7“, ein Projekt der steirischen Kirche.