Politische Integration oder religiöse Integrität? Vor diese Alternative sind religiöse Menschen durch die Verbannung von Religion aus der Öffentlichkeit gestellt. Patrick Zoll regt zu einem Umdenken an: Das größte Hinternis für Integration sei nicht auf Seiten der Religion, sondern auf Seiten der liberalen politischen Tradition zu verorten. Sein Fazit: Das europäische Integrationsprojekt kann gelingen, wenn wir bereit sind, mehr Religion zu wagen. Wiedergelesen.

Aktuelle politische Debatten und Entscheidungen (nicht nur) in Österreich sind geprägt vom Thema des Verhaltens gegenüber Immigrant*innen – und hier besonders im Blick auf muslimische Personen. Regina Polak zeigt an Beispielen und anhand des Autors Amin Maalouf auf, dass es Differenzierung im Diskurs braucht; und dass die Haupt-Konfliktlinie zwischen autoritär und demokratisch läuft.

Die Verbannung von Religion aus dem öffentlichen Raum stellt religiöse Menschen vor eine fatale Wahl: politische Integration oder religiöse Integrität. Patrick Zoll regt zu einem Umdenken an, dass das größte Integrationshindernis nicht auf Seiten der Religion, sondern auf Seiten der liberalen politischen Tradition zu verorten ist. Sein Fazit: Das europäische Integrationsprojekt kann gelingen, wenn wir bereit sind, mehr Religion zu wagen.

Wächst jetzt zusammen, was zusammengehört? Ein Vierteljahrhundert nach Mauerfall wird offen über Grenzsicherung mit Stacheldraht und Schusswaffen diskutiert. Am Tag der Deutschen Einheit nehmen Michael Schüssler und Gerrit Spallek das Diktum von Willy Brandt zum Ausgangspunkt, um über die Zusammengehörigkeit ganz verschiedener Menschen theologisch nachzudenken. Ihr Plädoyer lautet: mehr Türöffner-Tage!