Claudia Gärtner zeigt, dass herkömmliche Unterrichtsmodelle zum Thema „Kirche“ nicht mehr greifen. Christlicher Glaube hat auch eine kirchliche Dimension. Doch wie kann das in den Religionsunterricht einfließen? Für die Lehrkräfte wird es zum fast unmöglichen Spagat.

Die Katholische Kirche muss Konsequenzen aus der Missbrauchsstudie ziehen. Holger Dörnemann zeigt die Bedeutung der Bildung einer sexuellen Identität auf – und er sieht in einer Kultur der Sprachfähigkeit, sexueller Bildung und in der Anerkennung und Förderung der sexuellen Identität ein Gebot der Stunde.

Die Enthüllungen zum Missbrauch nehmen kein Ende. Da sind nicht nur Einzeltaten, sondern ein ganzes System des Versagens, bis hin zum organisierten Frauenhandel mitten im Herzen der Institution. Ob „Kinderschutzkonferenz“ in Rom, „synodaler Weg“ in Deutschland oder ein verurteilter Kardinal, der nicht zurücktreten darf – die Kirchenleitung fährt auf Sicht. Unsere Analyse muss noch entschiedener werden, sagt Daniel Bogner.

Vom 21. bis 24. Februar wird im Vatikan eine Konferenz zur Missbrauchsthematik stattfinden, zu der Papst Franziskus die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen aus der ganzen Welt eingeladen hat. Feinschwarz.net setzt im Umfeld dieser Konferenz einen Schwerpunkt mit mehreren Beiträgen. Nach dem kirchenrechtlichen Aufruf zur Übernahme von Verantwortung (Thomas Schüller) folgt nun eine pastoralpsychologische Perspektive von Wolfgang Reuter.

Sexueller und geistlicher Missbrauch lassen die Abgründe menschlicher Existenz bewusst werden. Maria Elisabeth Aigner plädiert dafür, dass die katholische Kirche nicht nur mit ihrer sexualfeindlichen Geschichte aufräumt, sondern sich auch an ihre Bußpraxis erinnert. feinschwarz.net führt damit die Auseinandersetzung mit der Missbrauchsthematik im Vorfeld der vatikanischen Konferenz im Februar fort.