Heute ist nicht nur Mariä Empfängnis und der 2. Adventssonntag, sondern auch der Weltgedenktag für verstorbene Kinder. An diesem Tag, der immer am zweiten Sonntag im Dezember begangen wird, stellen Menschen, die ein Kind verloren haben, um 19:00 Uhr Ortszeit eine Kerze in ihr Fenster. Das Licht der Kerze soll sichtbar nach außen dringen und so im Zug durch die Zeitzonen ein Lichtermeer bilden – dieses Gedenken ist als Worldwide Candle Lighting bekannt. Melanie Wurzer schreibt über ihre Eindrücke von einer Kinder-Gedenkstätte. Dort sind Kinder, die vor der 40. Schwangerschaftswoche gestorben sind, beerdigt.

Am 2. Dezember 2019 ist Johann Baptist Metz im Alter von 91 Jahren in Münster gestorben. Mit ihm verliert die deutschsprachige Theologie einen Giganten. Als Begründer der Neuen Politischen Theologie hat er das Nachdenken über Gott mit dem Engagement für Gerechtigkeit und Solidarität verbunden. Mit ihm hat sich das Jahr 1968 in den deutschen Katholizismus, die europäische Theologie sowie in die Weltkirche eingeschrieben. Ein Nachruf von Edmund Arens.

Ein Seminarist hat sein Priesterseminar als Ort von Disziplinarmacht analysiert. Auf feinschwarz.net folgte eine Debatte um Priesterseminare und Priesterausbildung. Julia Lis führt die Diskussion weiter. Warum unterwerfen sich Seminaristen eigentlich freiwillig diesem System? Die Analysen sind um den Aspekt der „Pastoralmacht“ zu ergänzen.

Michael Hartmann greift in seinem Beitrag „Elitenförderung – die Herkunft wird belohnt“ das System der Begabtenförderung in Deutschland scharf an: „Die Starken hätten es nicht nötig, werden aber gefördert.“ Und: „Wo Leistung draufsteht, ist Herkunft drin – schon in der Schule.“ Eine Replik von Annette Julius, Generalsekretärin der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Das Subsidiaritätsprinzip ist im katholisch-sozialen Denken entstanden. Im säkularen Umfeld ist es kaum noch wegzudenken. Innerhalb der Kirche wird es dagegen wenig rezipiert. Ursula Nothelle-Wildfeuer plädiert: Die Kirche sollte das von ihr hoch gehaltene Subsidiaritätsprinzip auch auf den eigenen Kontext anwenden – um der Evangelisierung und ihrer Glaubwürdigkeit willen.