Angesichts der Europawahlen am 26.5.2019 stellt sich die Frage, wie es mit Europa weitergeht und welche Kräfte hier zum Zug kommen. Marianne Heimbach-Steins sieht in einer Integration ohne Separation eine der politischen Herausforderungen. Und Papst Franziskus sowie der Soziologe Zygmunt Bauman mit „Retrotopia“ können Beiträge zur Diskussion leisten.

Die Politikwissenschaftlerin Ina Schildbach deckt die rechtspopulistische „Internationale der Nationalisten“ auf und zeigt, was ihr entgegenzusetzen ist. Der Erfolg der Rechtspopulist/innen stellt uns alle vor die Frage: Verstehen wir uns als deutsche oder europäische Bürger/innen? Und bejahen wir die Europäische Union (EU) nur, wenn sie „uns“ von Nutzen ist?

Erst seit dem II. Vatikanischen Konzil setzt sich die katholische Kirche weltweit für den Schutz der individuellen Menschenrechte ein. Im Kircheninneren aber verfügen die Gläubigen kaum über menschenrechtlichen Schutz. Dies betont der Luzerner Kirchenrechtler Adrian Loretan im Interview mit dem Journalisten Beat Baumgartner.

Im Umgang mit universal geltenden Menschenrechten ergeben sich auch für Religionsgemeinschaften drängende Fragen im Verhältnis von Individual- und Kollektivrechten. Der Sozialethiker Peter G. Kirchschläger geht der Frage nach, was das für das Verhältnis von Staat und Kirchen bedeutet.