In dem Wunsch nach einer Segnung für gleichgeschlechtliche Paare sieht Ruben Schneider eine „anti-emanzipatorische Assimilation an ein heteronormatives System“. Jens Ehebrecht-Zumsande erwidert der queeren Kritik an Segnungsfeiern von Ruben Schneider und wirbt für einen positiven Blick auf die Segnung von Andersheit.

Die Wiener Autorin Raphaela Edelbauer hat mit ihrem Debut-Roman „Das flüssige Land“ eine finstere Erzählung über die Frage von Schuld und Vergangenheit geschrieben. Dabei spricht die Erzählung nicht nur österreichische Themen und Abgründe der Geschichtsbewältigung an, sondern stellt weitaus universellere Fragen. Der Theologe Stefan Weigand zeigt, dass der Roman auch Mechanismen von Schuldverstrickung in der Kirche offenbart.

Mit feinem Gespür für literarische und theologische Tonlagen ehrt Georg Langenhorst einen der großen Intellektuellen unter den gegenwärtigen Christ*innen des deutschen Sprachraums: Heinrich Detering. Da ist einer, der sich nicht auf die sichere Position des Beobachters und Kritikers zurückzieht, sondern sich auch selbst auszusetzen wagt – mit Bekenntnissen, theologisch wie literarisch.