Die Kontroversen um Themen wie Frauenpriestertum, Homosexualität, Demokratisierung kirchlicher Strukturen etc. stellen uns unleugbar vor Augen, dass Theologien in der „westlichen“ Hemisphäre den Diskursrahmen schon lange nicht mehr festlegen. Stattdessen sind sie zu einer unter vielen Akteur*innen im Diskurs geworden, sodass sich die Frage nach Akkommodation und Anpassung ihrer Inhalte an die sie umgebende Kultur in aller Schärfe erneut stellt. Muster für den Umgang mit Gefahren und Chancen von Anpassungsprozessen gibt es außerhalb der europäischen Theologiegeschichte reichlich und ein Blick auf sie kann Orientierungshilfe für die notwendigen Prozesse in Europa und Nordamerika sein, findet Jan Levin Propach.