Viele Menschen sehen in stärkerer Abschottung und Abgrenzung die Lösung globaler Probleme. Dabei verroht auch das öffentliche Gespräch immer mehr. Aber nicht ein neuer Kulturkampf ist der Ausweg, sondern Anerkennung und Teilhabe. Das muss in Gottes Namen verteidigt werden gegen eine ausgrenzende Wirtschaft und populistische Hetze. Von Stefan Seidel.

An den Landtagswahlen in Berlin und Brandenburg fokussieren sich wesentliche Fragen der Wahrnehmung gegenwärtiger politischer Kultur – der Aufschwung des Populismus, bleibende Differenzen zwischen Ost und West, die Frage nach gleichwertigen Lebensbedingungen in Stadt und Land. Feinschwarz schaut im September genauer hin. Kurzbeiträge von Jan Witza, Ulrike Franke und Frank Schürer-Behrmann bilden den Auftakt.