Anlässlich der aktuellen Entwicklungen in den USA und passend zum amerikanischen Unabhängigkeitstag spürt Andreas G. Weiß (Theologe und Philosoph sowie Autor des Buches: „Trump. Du sollst keine Götter neben mir haben“) einigen Hintergründen des Rassismus nach – und sieht positive Entwicklungen.

Nach dem gewaltsamen Tod von Georges Floyd zieht eine antirassistische Protestwelle durch die Vereinigten Staaten und hat inzwischen auch Europa erreicht. Christianna Flynn führt in einem persönlichen Brief vor Augen, warum es vor einer politischen Einstellung zuerst auf die innere persönliche Haltung ankommt. Und warum das die weitaus größere Herausforderung ist.

Als „Asylbewerber Ihres Vertrauens“ machte der junge Ali Can aus der kurdischen Türkei in Hessen auf sich aufmerksam und startete eine Charmeoffensive gegen Alltagsrassismus. Er engagiert sich als Sozialaktivist und spricht im Interview mit Klara Pisonic über seine Projekte, über Rechtsextremismus und Religion.

Einst waren die kirchlichen Wohnungsbaugenossenschaften ein sozialer Dienst an der Nachkriegsgesellschaft. Ob sie heute noch mehr leisten können, als sie es als normale Marktteilnehmerinnen tun, ist eine Frage, der Bernhard Emunds nachgeht.

Der Religion, zumal dem christlichen Glauben, ist ein störrischer Sinn eingeschrieben. Aus der Überzeugung von der Geschöpflichkeit von Natur und Mensch, von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen folgert eine radikale Vorstellung von der gleichen Würde jedes Menschen, gerade auch der Unterdrückten, Gescheiterten und Leidenden, und damit der Widerspruch gegen Verhältnisse, die Menschen erniedrigen und in Unfreiheit zwingen. Von Wolfgang Thierse.