In seinem Theaterstück „Familie“ bringt der Genter Regisseur Milo Rau den Suizid einer Familie auf die Bühne. Es ist das gewählte Lebensende der Familie Demeester, eines Ehepaars und seiner jungen, erwachsenen Töchter. Es ist vor allem das fehlende, nicht erkennbare Motiv der Tat, das 2007 für Aufsehen sorgte. Wolfgang Beck wirft den Blick auf Hintergründe des Theaterstückes, das in Deutschland in die neue Diskussion um Sterbehilfe und Fragen des Selbstbestimmungsrechtes trifft.

Politische Theologie ist höchst aktuell. Die Wahl eines Ministerpräsidenten in Thüringen mit Hilfe der AfD am 5.2.2020 bildet eine Zäsur im politischen Diskurs – eine rechte Normalisierung. Thesen einer Tagung im Januar 2020 in Frankfurt, die sich mit „Kirche, Theologie und AfD“ beschäftigte,  können hier aufschlussreich sein. Ein Beitrag von Mitgliedern des Arbeitskreises Politische Theologie: Jan Niklas Collet, Jonas Erulo, Fana Schiefen, Jan-Hendrik Herbst und Gregor Taxacher.

Aktuelle politische Debatten und Entscheidungen (nicht nur) in Österreich sind geprägt vom Thema des Verhaltens gegenüber Immigrant*innen – und hier besonders im Blick auf muslimische Personen. Regina Polak zeigt an Beispielen und anhand des Autors Amin Maalouf auf, dass es Differenzierung im Diskurs braucht; und dass die Haupt-Konfliktlinie zwischen autoritär und demokratisch läuft.

Terrence Malick bringt einen für Österreich und Deutschland wichtigen Film ins Kino, in dem die theologische und anthropologische Sensitivität des Regisseurs mit seiner schwebenden Bildsprache erneut kongenial ineinander fließen. Er erzählt mit „Ein verborgenes Leben“ (D/USA 2019) die Geschichte von Franz und Franziska ‚Fani‘ Jägerstätter, Bauern aus Oberösterreich, die in der NS-Zeit in einen tiefen Gewissenskonflikt von Glaube und Gehorsam gerissen werden. Viera Pirker war für feinschwarz.net im Kino.