„Gott will uns ganz nahe kommen“ – das Leiden an derartigen Phrasen in kirchlichen Predigten wird vielfach beschrieben. Simone Ziermann hält fest: Solche sprachlichen Floskeln sind tief in der Kommunikation verankert – und deshalb findet sich manche „Lösung“ gerade dort, wo sie nicht gesucht wird.

Die Ereignisse rund um die Petitionsübergabe «Solidarität mit Dr. Martin Kopp» am 18. Juni 2020 in Chur zeigen exemplarisch, wie die Kommunikationsstrategie des Ordinariats funktioniert. Die interne Kommunikation ist von autoritären Strukturen bestimmt; in der externen Öffentlichkeitsarbeit geben sich der Apostolische Administrator, Peter Bürcher, und seine Mitarbeitenden hochwirksam und mit allen Wassern der modernen PR gewaschen – so die Analyse von Charles Martig. In seinem Beitrag zeigt er, was das für die Kommunikation im Bistum bedeutet.