Es gibt eine schöne Anekdote über einen alternden Schauspieler, dem man seinen Text schon sehr häufig soufflieren musste. Eines Tages mühte sich der Souffleur wieder redlich ab, den Schauspieler an seinen Text zu erinnern, bis dieser plötzlich zum Souffleurkasten trat und ungeduldig rief: „Keine Details! – Welches Stück?“ Dieselbe Frage sollte allen Diskussionen über die biblische Fundiertheit kirchlicher Entscheidungen vorausgehen, meint Elisabeth Birnbaum 

Der tschechische Priester und Theologe Tomas Halik gehört zu den bekanntesten Stimmen im Blick auf eine Theologie, die sich öffentlich und politisch zu Wort meldet. Für ihn stellt die positive Aussage von Papst Franziskus über Homosexualität eine Revolution der Barmherzigkeit dar. Die innerkirchliche Ökumene zwischen polarisierten Gruppen sieht er als gescheitert an. Ein Longread.

Die Kirche geht voll ins Risiko. Sie legt weiterhin alle Macht in die Hände weniger Männer. Priester kann nur werden, wer zölibatär lebt und nicht homosexuell ist. Beide Kriterien behindern gleichzeitig ein Verhältnis zu Frauen. Eine Veränderung würde dazu beitragen, auch in der Zulassung von Frauen zu kirchlichen Ämtern eine positive Einstellung zu bekommen. Von Andreas Heek.

In dem Wunsch nach einer Segnung für gleichgeschlechtliche Paare sieht Ruben Schneider eine „anti-emanzipatorische Assimilation an ein heteronormatives System“. Jens Ehebrecht-Zumsande erwidert der queeren Kritik an Segnungsfeiern von Ruben Schneider und wirbt für einen positiven Blick auf die Segnung von Andersheit.

Vom 11. – 18. Mai 2019 findet in den deutschsprachigen Diözesen die Streik-Aktion „Maria 2.0“ statt. Aus diesem Anlass veröffentlicht Feinschwarz.net erneut ein beeindruckendes Statement:

Eine Katholikin erzählt offen von ihrem Leben und der in dieses Leben verwobenen Religion. In ihrem männerdominierten beruflichen Umfeld befürchtet sie Schwierigkeiten, wenn sie Privates preisgibt. Ihren Namen möchte sie deshalb nicht veröffentlicht sehen.

Queeres Leben, Leben jenseits heterosexueller „Normalität“, ist massiven Anfragen und Anfechtungen ausgesetzt – auch seitens Teilen der Religionen. Die Ausstellung Homosexualität_en, die 2015 in Berlin und 2016 in Münster gezeigt wurde, stellt sich der Sichtmarbachung, Aufarbeitung und Würdigung von LGBTQI Menschen. Ulrike E. Auga war als Gutachterin und Mitwirkende an der Ausstellung beteiligt und stellt ihre Gedanken zu Religion und Geschlecht vor.