Beredtes Schweigen

Am Freitag, 29.7.2016, besucht Papst Franziskus Auschwitz. Regina Polak (Wien) analysiert ausgehend von seinem angekündigten Schweigen an diesem Ort die möglichen und notwendigen (theologischen) Zugänge zu Auschwitz, Schuld und der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Papst  Franziskus wird am Freitag im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz auf eigenen Wunsch hin keine Rede halten.  Das hatte der Papst bereits im Juni auf dem Rückflug von seiner Armenienreise angekündigt. Papst Johannes Paul II. hat 1979 in Auschwitz während einer Messe gepredigt, Papst Benedikt XVI. hielt 2006 eine umstrittene Rede, angesichts derer sich mancher Kommentator[1] im Nachhinein wünschte, der Papst hätte besser geschwiegen. Papst Franziskus nun wird schweigen. Ist dieses Verstummen der Päpste ein Hinweis auf die Einsicht der Katholischen Kirche? Aber wovon?

Schweigen ist mehrdeutig.

Johannes Paul II. kam als „Pilger“ nach Auschwitz, um seine „Knie auf diesem Golgota unserer Zeit, vor diesen Gräbern, die großenteils keinen Namen tragen, wie ein gigantisches Grab des unbekannten Soldaten zu beugen“[2]. Auschwitz fordere auf zur Frage nach dem Menschen: „Man muss sich hier mit Furcht fragen, wo liegen die Grenzen des Hasses?“ Er leitete damit ein intensives Versöhnungsprogramm mit dem Judentum ein.

Papst Franziskus schweigt.

Papst Benedikt XVI. sprach in seiner Rede[3] mehr über die Verführung des deutschen Volkes durch eine Gruppe von Gewalttätern als über die Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Er fand kein Wort zum Antisemitismus, zur Schuld Deutschlands und der Katholischen Kirche. Stattdessen deutete er die Shoa als einen Kampf der Moderne gegen Gott, der „im letzten“ ein Kampf gegen das Christentum war.

Papst Franziskus schweigt.

Er ordnet Auschwitz nicht in christliche Gebetsformen oder mit theologischen Begriffen und Denkformen in eine größere Geschichte ein. Er verrät uns nichts über seine Gefühle. Er stellt keine Fragen und gibt keine Antworten. Er erträgt als Repräsentant der Katholischen Kirche das Gewicht der Shoa und die damit verbundene Schuld schweigend.

Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinden Italiens, Noemi Di Segni, würdigte in einem offenen Brief an Papst Franziskus im L’Osservatore Romano diese Entscheidung des Papstes: Er richte damit einmal mehr die Aufmerksamkeit auf eine „offene Wunde im Herzen Europas“, die bis heute die Gewissen aller Menschen angehe, die sich für die Verteidigung von Frieden, Freiheit und Demokratie einsetzen. Dies sei „eine Form des Gebetes, die all den Schreien und dem Schmerz so vieler Kinder, Mütter, junger Menschen und Männer Echo geben, die vor dort her niemals zurück gekommen sind“. Sein Gebet gemeinsam mit dem auch der Juden mache aus diesem „Land des Leidens“ einen Ort des Gottesdienstes.

Vor jüdischem Ohr müssen päpstliche Worte zuerst bestehen.

Papst Franziskus ist sich offenbar bewusst, dass die ersten Adressaten einer kirchlichen Stellungnahme zu Auschwitz Jüdinnen und Juden sind – und nicht die Christinnen und Christen, die sich in dieser Situation betroffen fühlen. Vor jüdischem Ohr müssen päpstliche Worte zuerst bestehen.

Christinnen und Christen wird damit zugemutet, selbst hinzuhören, selbst hinzusehen und sich den je eigenen Gefühlen, Gedanken und Fragen zu stellen. Zum Beispiel: Wie war es möglich, dass es im „christlichen Europa“ und in einem der damals kultiviertesten Länder der Erde, dem Land Goethes, Schillers und Bachs, zu diesem Zivilisationsbruch kam?

Wer sich als Nachfahre der Täter-Generation mit Blick auf die Hölle von Auschwitz dem Schweigen aussetzt, kann von unangenehmen, schmerzlichen und bedrohlichen, weil schwer benennbaren Gefühlen und Gedanken überschwemmt werden.

Theologische Rationalisierungen und schwülstiges Pathos sind Ausweich- und Ablenkungsmanöver.

Da sind zum einen Grauen, Ekel, Angst, Ohnmacht. Ihnen gilt es standzuhalten. Rationalisierende Erklärungen, und seien es theologische, oder pathetische Phrasen wie der Anruf an „das Unvorstellbare“ riechen für mich nach Flucht vor Auseinandersetzung. Natürlich ist Auschwitz „vorstellbar“. Der Massenmord hat stattgefunden. Man kann das Handeln der Personen und Institutionen, auch das der Kirche rekonstruieren. Man kann die Prozesse und Dynamiken verstehen lernen, deren Konsequenz Auschwitz war. Und jede Generation muss das auch. Rationalisierungen und Pathos verschleiern die Sinne, vernebeln den Verstand und weichen aus. Sie tragen nichts zu jener Erkenntnis bei, die es braucht, auf dass sich Auschwitz niemals mehr wiederhole. Theologische Rationalisierungen und schwülstiges Pathos sind Ausweich- und Ablenkungsmanöver.

Diese Scham stellt bloß: uns Menschen, meine Vorfahren, mich als Angehörige der Menschheit.

Wer den Versuchungen des Ausweichens widersteht und sich durch die beklemmenden Gefühle kämpft, wird irgendwann den Punkt der Scham erreichen. Die Scham angesichts dessen, wozu Menschen fähig sind – und möglicherweise auch ich. Diese Scham ist nötig. Denn sie zeigt, dass die Erkenntnis die eigene Person, den eigenen Leib erreicht hat – nicht nur den Intellekt. Und nur auf diese Weise lässt sich etwas Substantielles lernen, das dem Bösen wiederstehen lässt, das in Auschwitz geschah. Freilich, diese Scham stellt bloß: uns Menschen, meine Vorfahren, mich als Angehörige der Menschheit. Aber diese Scham lässt sich Schritt für Schritt in Empathie und Verantwortung verwandeln. Denn ich bin frei, es anders zu machen. Es gilt standzuhalten. Dazu ermutigt der Papst.

Auch Schuldgefühle können auftauchen. Freilich, diese haben noch niemals besonders weit geführt. Schuldgefühle lähmen und blockieren das Fühlen, Denken und Handeln. Das gilt erst Recht, wenn jene Generation an Schuldgefühlen leidet, die nicht schuldig geworden ist. Wichtiger wäre es, über die konkrete Schuld der Täter damals nachzudenken und sie beim Namen zu nennen – auch jene der Verwandten, der Christen, der Theologen. Nicht um zu richten, das obliegt Gott. Aber um gut und böse zu unterscheiden, die Dynamiken des Bösen verstehen zu lernen und frei zu sein: frei für die Verantwortung, die die Shoa für heute und für die kommenden Generationen bedeutet.

Durch Verweigerung der Auseinandersetzung mit der Schuld der Vergangenheit entsteht sekundärer Antisemitismus.

Die Schuld hat jene Generation zu verantworten, die damals gehandelt, mitgemacht, weggesehen hat. In Treue zu unseren Urgroßeltern, Großeltern oder Eltern Schuldgefühle zu entwickeln und sie damit zu entlasten, dient niemandem. Solche falschen Schuldgefühle machen krank oder werden nicht ganz zu Unrecht entrüstet abgewehrt: „Irgendwann muss Schluss sein damit.“ Aber was genau wird mit einem solchen Satz abgewehrt? Gut, wenn es die Schuldgefühle der Vorfahren sind. Aber meistens kommt es zur Täter-Opfer-Umkehr: Dann sind „die Juden“ schuld, weil sie „uns“ immer noch ein schlechtes Gewissen machen, und überhaupt machen „die Juden das in Israel ja jetzt genauso“. So entsteht durch Verweigerung der Auseinandersetzung mit der Schuld der Vergangenheit sekundärer Antisemitismus. Ganz abgesehen von der erschreckenden Wiederkehr rassistischer und menschenhassender Einstellungen in der dritten und vierten Generation nach der Shoa. Studien der politischen Sozialpsychologie und der politischen Psychoanalyse[4] zeigen eindrücklich, dass und wie nicht bearbeitete Schuld der Tätergeneration von den Nachfahren als diffuses Schuldgefühl übernommen und in zeitgenössischen Konstellationen reinszeniert wird: Die Nachfolgegenerationen suchen sich neue Sündenböcke.

Auschwitz ist nicht vorbei. Auch daran erinnert Papst Franziskus.

Was für die Nachfahren der Täter gilt, gilt noch mehr für die Nachfahren der Opfer. In jüdischen Familien haben die ermordeten Großväter, Tanten, Urgroßmütter traumatische Spuren hinterlassen. Ob es ihr gefällt oder nicht: Die junge Generation muss sich mit der Shoa auseinandersetzen. Im Unterschied zu den Nachfahren der Täter kann sie nicht wegschauen. Aus Gründen der Selbstverantwortung darf sie es auch nicht. Das Vernichtungsprogramm der Juden als pseudo-religiös aufgeladenes „Projekt“ eines Staates hatte Jüdinnen und Juden einzig und allein aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Gruppe ins Visier genommen und wollte nicht „nur“ eine Generation, sondern das jüdische Volk für immer und ewig ausrotten. Eine solche Erfahrung hinterlässt eine tiefgreifend ontologische Existenzangst: „Ich bin in Gefahr allein deshalb, weil ich Jüdin, weil ich Jude bin.“ Es sind nicht die  Nachfahren der Täter, die das Ende solcher Angst und damit der Erinnerung festlegen. Sich dessen bewusst zu sein, liegt auch im Schweigen des Franziskus.

Was ist los mit Europa?

Wie groß die „offene Wunde“ der Shoa in Europa ist, lassen auch die aktuellen (gesellschafts)politischen Dynamiken erkennen. Da kehrt Antisemitismus  – in linker, zionistischer und islamischer Gestalt – wieder. Was bedeutet dies für Jüdinnen und Juden in Europa? Wie kann es sein, dass in Europa drei Generationen nach der Shoa politische „Verantwortungs“träger wieder auf rassistische Ordnungspolitiken und die damit verbundenen Sündenbockmechanismen zurückgreifen? Warum lassen tägliche Nachrichten von ertrunkenen Menschen im Mittelmeer EuropäerInnen weitgehend kalt und führen nicht zu einem Aufschrei? Aus welchen Gründen werden die politischen und religiösen Terror-Radikalismen überall in Europa – ob neofaschistisch, rechtsradikal oder islamistisch – einerseits nicht entschieden genug, andererseits nicht auf der Basis jener Werte bekämpft, die Europa (erst) nach der Shoa mühsam erkämpft hat? Was ist los mit Europa?

Das Schweigen des Papstes lässt auch das bedrohliche Dröhnen der Gegenwart hören.

Nicht zuletzt kann in dieser Stille die Frage nach Gott auftauchen:

Wo war Gott in Auschwitz? Wo ist er jetzt?

Theologisch müsste man über weitaus unangenehmere Fragen nachdenken: z.B. über die Fähigkeit des Menschen zu Bösem und zur Schuld.

Je mehr ich historische Studien lese, umso größer werden meine Schwierigkeiten mit dieser Frage. Umso unangenehmer wird mir jeder christlich-theologische Versuch, die Frage dann gar noch zu beantworten. Statt soziale, ökonomische und politische Fragen zu stellen und damit nach dem Menschen zu fragen, weicht mancher zu rasch in die Theologie aus. Statt unerschrocken, gründlich, sachlich und fachlich kompetent die irdischen Ursachen zu verstehen, wird der Blick in den Himmel gelenkt und über Gott spekuliert: Gott ist dann „böse“ oder „weint“ oder „leidet“. Kann man so antworten??? Ich verstehe den Schrecken und die Fürsorge für die Gläubigen, die solcher Theologie zugrundeliegen. Ich halte sie dennoch für Ablenkungsmanöver. Theologisch müsste man über weitaus unangenehmere Fragen nachdenken: z.B. über die Fähigkeit des Menschen zu Bösem und zur Schuld. In diese Richtung hat die Frage von Papst Johannes Paul II. gewiesen. Man müsste über die religiöse Verfasstheit von Menschen nachdenken, die Gott Opfer bringen zu meinen müssen, sogar ein ganzes Volk („Holocaust“ heißt „Brandopfer“). Nicht zuletzt müsste man über die Theologien der Täter[5] nachdenken, die zu Auschwitz geführt haben. Auschwitz war ein  Projekt von Menschen. Auschwitz war nicht die Erfindung Gottes. Das haben Hitler und seine Gläubigen mit ihrem kirchlich gespeisten Wahn von der „göttlichen Vorhersehung“[6] geglaubt.

„Wo war Gott in jenen Tagen? Warum hat er geschwiegen? Wie konnte er dieses Übermaß von Zerstörung, diesen Triumph des Bösen dulden?“ So hat Papst Benedikt XVI. in Auschwitz gefragt, ohne Zweifel persönlich zutiefst erschüttert. Um dann mit Psalm 44 in das Gebet Israels einzustimmen, das aber dann gleich wieder diesem entrissen und auf alle bezogen wird, die in der Geschichte „gestern, heute, morgen“ – um „Gottes Willen leiden“. Denn in Auschwitz haben nicht vor allem Juden, sondern hat „die Menschheit eine finstere Schlucht durchschritten“. Abstraktion auf höchstem Niveau. Auschwitz bleibt „Gottes Geheimnis.“

Die Abgründe des Bösen: im Menschen

Diese christlich-theologische Abstraktion, die nicht nur die Ebene des Konkreten verlässt, sondern auch noch einen bösen Schatten auf Gott wirft – er könnte Auschwitz ja dann doch vielleicht gewollt haben –  hat Papst Franziskus bereits an der Gedenkstätte Yad Vashem nicht weitergeführt. Er kehrte die Frage um und fragte mit der Genesis nach dem Menschen: „Adam, wo bist du?“ (vgl. Gen 3,9). Wo bist du, o Mensch? Wohin bist du gekommen?“ Dann folgte eine Meditation über die Abgründe des Bösen: im Menschen. Denn Menschen haben Auschwitz geplant. Menschen haben in Auschwitz gemordet. Menschen haben in Auschwitz andere Menschen verbrannt, Babies bei lebendigem Leib.

Wer da auf „Gottes Geheimnis“ verweist, mag zutiefst erschrocken sein und verständlicherweise nach Trost suchen. Ein schwacher Trost, denn er beseitigt keinesfalls die Zweifel an Gott, sondern fördert eher Unterwerfung unter einen Gott, dem sogar die Shoa einfallen könnte. Mit jüdischen Ohren möglicherweise sogar ein zynischer Trost: Wer soll denn da getröstet werden? Die Nachkommen der Opfer oder der Täter?

Woher aber kommt dann diese Frage nach Gott? Natürlich ist sie berechtigt. Jede Frage ist berechtigt. Aber die meisten existentiell-theologischen Fragen enthüllen ihre Antwort nicht in theoretischen Reflexionen, sondern im Handeln sowie im Gebet und der Reflexion, die dieses begleiten. „Handeln“ heißt in Auschwitz: Innehalten, Schweigen, Aushalten, Nachfragen, Verstehen, anders Handeln.

Das Böse und die Schuld sind keine beliebten pastoralen Themen.

Leider kommt es in der traditionellen Verkündigung nur selten zu solchen Erkenntnisprozessen. Weder werden Gefühle gebildet (Jesuiten wie der Papst kennen demgegenüber eine schola affectus) noch stellt man sich den je persönlichen Dämonen. Das Böse und die Schuld – lange verwendet, um Schuldgefühle zu erzeugen – sind keine beliebten pastoralen Themen. Geschichtlich unsensibel und politisch wenig nachdenklich wird vom „lieben Gott“ gesprochen, der als eine Art Schutzbaldachin über mein und das Leben meiner Lieben gespannt wird. Was ist mit den Anderen außerhalb des Baldachins? Gott als individuell-familialer Wunscherfüller. Das ist nicht einmal kindgerechte Verkündigung. Mein Sohn hat schon mit vier Jahren gefragt, ob Gott auch die Bösen liebt und warum Kinder sterben. Diese Art von Glaubensrede nenne ich religiöse Infantilisierung. Ein solcher Glaube hat mit Gottvertrauen wenig zu tun und wird – angesichts von Auschwitz –   schwer standhalten.

Transformation der Frage nach Gott in die Frage nach dem Menschen

Im Gespräch mit Jüdinnen und Juden habe ich gelernt, mich mit theologischen Spekulationen zurückzuhalten. Stattdessen geht es darum, die Beziehung zu Gott zu pflegen, ihn zu loben und zu preisen, zu klagen und gegebenenfalls auch mit ihm zu streiten.  Ebenso wichtig ist es, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit zu üben und mich dabei halbwegs an seine Gebote zu halten. Dann würde sich die abstrakte Frage: „Wo war Gott?“ in ein Gespräch mit Gott verwandeln können: Wo warst DU??? Die Transformation der Frage nach Gott in die Frage nach dem Menschen ist übrigens auch die Konsequenz der Auseinandersetzung des kürzlich verstorbenen Elie Wiesel mit der Shoa: Praktische Theodizee. Die Frage nach Gott ist praktisch zu beantworten.

Dass eine solche enge Beziehung zu Gott auch in Ausschwitz möglich war, habe ich bei jenen Juden gelernt, die betend in die Gaskammern gegangen sind. Und selbst jene jüdischen Gelehrten, die nach der Shoa Gott für tot hielten, waren der Überzeugung, dass nach Auschwitz „das Leben selbst, sein Sinn und seine Heiligkeit gerade nicht als zerstört betrachtet werden dürfen. Im Gegenteil. Die Heiligkeit des Lebens, die Pflicht zur Hoffnung, die Würde alles Lebendigen zu beachten, ist nach Auschwitz mehr geboten und gefordert als je zuvor!“[7]

Ich habe den Eindruck, dass Papst Franziskus dies alles weiß. Deshalb wird er schweigen.

[1] Z. B. Alan Posener: Als Benedikt XVI. aus Tätern Opfer machen wollte, in: „Die Welt“ vom 9.9. 2016: http://www.welt.de/politik/deutschland/article4515018/Als-Benedikt-XVI-aus-Taetern-Opfer-machen-wollte.html

[2] Predigt von Johannes Paul II. bei der Heiligen Messe im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau am 7. Juni 1979, URL: https://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/homilies/1979/documents/hf_jp-ii_hom_19790607_polonia-brzezinka.html (26.07.2016).

[3] Ansprache von Benedikt XVI. im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau am 28. Mai 2006, URL: https://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/speeches/2006/may/documents/hf_ben-xvi_spe_20060528_auschwitz-birkenau.html (27.06.2016)

[4] Brunner, Markus/Lohl, Jan/Pohl, Rolf/Winter, Sebastian (Hg.): Volksgemeinschaft, Täterschaft und Antisemitismus. Beiträge zur psychoanalytischen Sozialpsychologie des Nationalsozialismus und seiner Nachwirkungen, Gießen 2011.

[5] Wie z.B. Björn Krondorfer/Katharina von Kellenbach/Norbert Reck: Mit Blick auf die Täter. Fragen an die deutsche Theologie nach 1945, Gütersloh 2006; Dies. (Hg.): Von Gott reden im Land der Täter. Theologische Stimmen der dritten Generation seit der Shoa, Darmstadt 2001.

[6] Demgegenüber bedeutet die damit übersetzte providentia gerade nicht Vorhersehung, sondern beschreibt die „Vorsorge“ Gottes, die Bereitschaft zu Fürsorge und Begleitung des freien Menschen – die dieser freilich annehmen muss.

[7] Christoph Münz: Der Welt ein Gedächtnis geben. Geschichtstheologisches Denken im Judentum nach Auschwitz, Gütersloh 1996, 387f.

Autorin: Regina Polak ist assoziierte Professorin am Institut für Praktische Theologie der Universität Wien

Beitragsbild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8d/Museum_Auschwitz_Birkenau.jpg

Print Friendly, PDF & Email