Die Studie von Jakob Crottogini (1919-2012) über «Werden und Krise des Priesterberufes» lag 1955 gedruckt vor – in den Handel gelangte sie nie. Eine von Jessica Scheiper (Bonn) aufgearbeitete Zensur durch den Vatikan zielte auf Crottoginis Erkenntnisse zur psychosexuellen Entwicklung von Priesteramtskandidaten. Stephan Schmid-Keiser hat ihn persönlich gekannt.

Die eigene Identität (von einzelnen und Gemeinschaften) entwickelt sich im Gespräch mit Anderen und durch erzählte Geschichte. Welche Rolle spielt dabei die Religion? Wie war dies im Mittelalter? Und was kann eine heterogene und mulitkulturelle Gesellschaft heute daraus lernen? Religiöse Pluralität und die Aufgabe der Kirchengeschichte erläutert Angela Berlis. Wiedergelesen

Moderne und effektive Formen der zentralisierten Leitung identifiziert Annette Jantzen in der Konzeption des römischen Papsttums. Es fand unter Papst Johannes Paul II., der 2020 vor hundert Jahren geboren wurde, seinen Höhepunkt. Im Mai wird der 100. Geburtstag dieses Wendepapstes begangen werden. Damit kann auch das Paradox zwischen Moderne und Antimoderne in seinem Ponfitikat neu in den Blick kommen.

Obwohl in der katholischen Kirche gerade das Matthäusjahr angefangen hat – die Evangelien des Lesejahres A stammen vorwiegend aus dem Matthäusevangelium – muss man zugeben: Zu Weihnachten ist Lukas ungleich wichtiger. Und im Bereich der Musik ist er sogar unentbehrlich. Weihnachten ohne Lukas ist eine musikalische Tragödie. Von Elisabeth Birnbaum.